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Einleitung in die Astronomie : gedruckt in der Schererschen Buchdruckerei / A. L. Dispek
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35
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lichen Rande des Mondes, das Ende aber amwestlichen, wo der Mond sein Licht wirklich ver-liert, welches er von der Sonne hat. Diesesentstehet wenn zur Zeit des Vollmonds die Erdegerade zwischen der Sonne und dem Monde kommt.Z. B. (Fig. 16) sey L. die Erde, 8. die Sonne,

der Mond; um 11 Uhr des Nachts wird siedurch den Erdkörper an ihrem gegen Osten gewen-deten Theil dunkel, um 11' ist sie ganz dunkel,und um 12 ist sie noch dunkel an ihrem gegenWesten gewendeten Theil. Die Ursache daß nichtin jedem Vollmond eine Mondssinsterniß sichergibt, ist: weil in den meisten Fällen derMond zwar der Sonne gegenüber, aber zugleichaußer dem Erdschatten steht.

§. 30. Was die Berechnung des Laufs derPlaneten betrifft, so sind die Kopernikanischenmit den Tychonischen Meinungen (abgerechnet dasVerhältniß der Erde zur Sonne), überein-stimmig: daß sie nämlich in ihrer eigenen Be-wegung um die Sonne als ihren Mittelpunktherumlaufen, und zwar in einem EiförmigenKreise. Aber der Unterschied liegt darin: nachder Köper nik. ist der Sonnenlauf scheinbarund nach der Tychon. ist derselbe wirklich.

§. 31. Die Zeit, in welcher die Sonne(nach Kopernik. die Erde) und andere Plane-