Band 
Erster Band.
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Zwote AbLheil. Erstes Capitel.

2 lehnlichkeit mit der »wirklichen Aussicht hat nicht erdichtet werdenkönnen. Er sagt, daß da weder See, noch Erde, noch Luft,sondern eine Vermischung von allem sey, welche Himmel und Er-de vereiniget u. m. welches aufs nachdrücklichste beweiset, daß seinGemählde nach der Natur gemacht sey, welches ick» anderwärtsvollkommen beweisen zu können hoffe. Ich will jetzt nur erwäh-nen, daß Strabo, ungeachtet seiner so berühmten Känntnisse,ein unrichtiges System der Cosmogonie gefaßt habe, welches ermit solchem Eifer vertheidigte, daß alle Nachrichten, welche sichnicht damit reimeten, entweder mit den Haaren dahin gezogenoder schlechtweg als Unwahrheiten verworfen wurden. Hierin hater leider! nachher viele Nachfolger gehabt, welche Wahrheit fürEinbildungen aufgeopfert haben. Indessen machte das Vertrauen,welches man besonders für diesen Geographen hatte, daß PytheaSden Namen eines Windbeutels erhielte.

Die Römer machten grosse Eroberungen, nichtsdestowenigerwaren sie sehr nachläßig, der Geographie aufzuhelfen. In An-leitung des einträglichen Handels der Phönicier auf den Zinnin-feln suchten sie wohl den Weg dahin zu finden, aber dies glücktenicht gleich. Ein römisches Schiff ward einmal beordert, einemdahin segelnden Schiffe von Gades in der Ferne zu folgen. Alsaber der Schiffer solches gewahr ward, stieß er mit Fleiß auf eineSandbank, entkam doch selbst glücklich, und erhielte in Gadesmit allgemeinem Beifall Ersetzung für Schiff und Ladung. Wäh-rend des Krieges mit Carkhago schickte Scipio gegen 200 Jahrv. C. G. den bekannten PolybiuS aus, die afrikanischen, sparn-scheu und französischen Küsten zu untersuchen t>). Julius Cäsarließ lOO Jahr später durch Policrates, Thevdates und Zeno-dorus viele Messungen machen, gierig zuerst über den Rhein,und beschrieb selbst Gallien nnd Britannien, wobey auch die Ta-ges- und Schattenlänge zur Zeit der Sonnenwende aufgezeichnetworden -). PHMpejus munterte den Poßidouius von Rhodus

F) Plinins II. dl. V. l. s) ve bello Aallico.