Vom bekannten festen Lande. 41
Die Norwegischen Küsten sind meistens nach Capikam O.A. Wangensteens Charte gezogen, welche l?6r herauskam, undwenigstens von den bisher bekannten die beste ist, obgleich zu ih-rer Vollkommenheit noch verschiedene Beobachtungen erforderlichsind, besonders was die Länge der Oerker betrist.
Die Ufer dieses Reichs sind mehrentheils jähe und steile Klip-pen, welche in mannigfaltigen kleinern Beugungen gehen, wo-durch eine grosse Menge kleiner Meerbusen entstehet; die Klippensind hoch, und an sehr wenig Stellen liegt zwischen ihnen niedri-geres Feld. Dagegen sind die Schwedischen und übrigen umdie Ostsee gelegene Küsten, besonders Oesterbotten, Finnland,Esthland und Curland mehr oder weniger schräge. Der ganzeteutsche Wall ist flach, und dem schomschen gleich.
Was die Lage der schwedischen Küsten um die Ostsee betrist,so können selbige nach der vom Königl. Landmesser-Comkoir 1747herausgegebenen General-Charte von Schweden, und den voneiner Zeit zur andern aus Licht getretenen Special-Charten vonSchonen, Südermannland, dem Maler und dem FinnischenMeerbusen eingenommen werden ^); aber in Ansehung Teutsch-landes ist die kritische Charte des Pros. Mayers, welche 1750 inder Homannischen Werkstäte herauskam, am zuverlässigsten;doch geben spätere astronomische Beobachtungen sowohl bey dieserals bey den meisten andern zu Verbesserungen Anleitung.
Die Küsten von Dännemark, Iütland, Holland undFrankreich sind an den meisten Stellen niedrig, aber Gallicienin Spanien, und Portugal hat hohe Ufer. Von Dännemarkverfertigte unter Christian IV. Johann Meyer eine Charte,welche seitdem von den Homannischen Erben verbessert worden;aber von den bisher herausgekommenen ist Pontoppidanö Chartedie beste *). Bey den Küsten von Holland und den übrigen an
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«) S.Hn.OberdirecteursFaggots Geographie, gehalten in der Wiss.jwo Prnsidienreden von der schweb. Akab. 1747 und >760.x) 1'Ueatrulir Osniae.
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