Von Inseln. bz
§. 19.
Asien hat die meisten und grösten Inseln in seiner Nachbar-schaft. Die jetzt unfruchtbare OrMlls liegt im persischen Meer-busen. Ihr Grund soll aus lauter Salz bestehen. Um Bahn-ren ist eine reiche Perlenfischerey.
Die maldivisthen Inseln sind schon vom Ptolomaus , dochohne Namen, auf der Charte gezeichnet. Ihre Anzahl ist groß,und wird von einigen auf 12000 angegeben. Sie erstrecken sichin Norden und Süden über roo Meilen, und sind von der Naturin iz Theile (AtallvNS genannt,) getheilet, die sämmtlich voneiner Bergkette eingezäunet sind, wodurch nur einige wenige undgefährliche Durchfahrten sind. Man soll einerley und mit einem,der übereinstimmende Erdschichten auf allen diesen Inseln finden,daher es zu vermuthe» ist, daß sie vordem ein zusammenhängen-des und mit Klippen umgebenes Land ausgemacht haben "). Siewerden im Anfange des i 6 ten Jahrhunderts von einem Portugie-sen, Vashuez dc Gama, entdeckt. Crocodilen findet manhier ungewöhnlich viel.
Die lakedivischen Inseln sind eine Reihe kleiner Inseln wei-ter nach Norden, mitten gegen Malabar.
Das fruchtbare Ceylon ist nur durch die Meerenge Manen.'von Coromemdel gekrennet, womit es, nach der Sage der Ein-wohner, vor diesem zusammengehangen *). Es ist ungefähr sogroß, als Irrland, und vermuthlich das Taprobana der Al-ten, welches sie für ein Stück einer andern Welt hielten. Aberzu Alexanders Zeit lag es in der unsiigen, indem man dahin kom-men konnte^). Einige halten es auch für das reiche Ophir ^).
Andamans, oder Attdemaon, ist ein Haufe kleiner In-seln im bengalischen Meerbusen, dessen Berge sich nach Nordenund Süden erstrecken, als wenn es eine Fortsetzung von Snma-tra wäre. Nicobar liegt davon gegen Süden.
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