73 Zwote Abtheil. Drittes Capitel.
und bis zum 2o;ken Meridian ausdehnt, und Herr Müller hatnachher noch z Grade zugesetzt. Wenn man Hiebey bedenkt, daßdie Astronomen in Siam und China behaupten, daß die östlichsteSeite von Asten unter iZo höchstens iZz Grad gesetzt werden müsse,so muß man zu einer so ansehnlichen Veränderung sehr gegründeteUrsachen haben. Es ist zwar wahr, daß in den letzter» Jahrenmehrere Völker entdeckt sind, aber man findet doch die alternCharten bis Kolyma- gezeichnet, und auf Jsbrand Jdes CharteKamschatka selbst ^). Es ward schon vor dem Mittel des von.gen Jahrhunderts vom Eismeer dahin gesegelt. . Beering reiseteauch nicht grade in Osten und Westen, sondern nach Iakuzk, undvon da nach Oschotsk, stellte auch keine astronomische Beobach.tungen an, und die Rechnung, welche er nachher zur See mach.te, ward selbst von den Russen verworfen ^). Doch sollen von
ihm
S) S. dessen Reise nach Peking,dahin er 169; von Rußland gesandtward.
a) Kaiser Peter I. verordnete 172;kurz vor seinen Tode, daß Bit Bee-ring (von Geburt ein Dane und gu-ter Seemann) mit den LieutenantsMotten Spangcnberg (gleichfallsein Däne) und Alexei Tichirikow ab-gesandt werden sollte, ein Fahrzeugbauen zu lassen, und damit nach sei-ner eigenhändigen Jnstrucnon unter-suchen, ob Asien mit Ameriea zu-sammen hienge, u. m. Sie reiferenmich gleich auf verschiedenen Wegenab, um in Schvzk sich zu treffen,woselbst das Fahrzeug gebauet ward.Spangcnberg gieng mit dem einenaus >727 den ;o Zun. und Beeringmit Tlchirikow ,72z den 22 Iui.von dem Flusse Kamschatka. Mansegelt- längst der Küste gegen Nor-den bis 67 Er. >8^ Breite, und alsnvn die Küste sich gegen Weste» zuwenden anfing, sahe man die Fragefür abgemacht an, und man- kehrteum. Sie meldeten sich nicht lauge
nachher, eine neue Reife zu machen.Beering ward Commandeur Capi-tain, und sein Lieutenant Capitain.Ludwig de L'Isle de la Eroyere er«hielte Befehl, ihnen zum Unterrichteine Charte über das, was man vonKamschatka, Jeso, Gama, Corea u. m.wüste, zu verfertigen, und erbot sichselbst mit zu gehen. Solchergestaltwurden auch Pros Gmelin, als Na-turkenner, und Pros G. F. Müllerals Geschichikundiger zu dieser Reisebeordert. Die Gesellschaft brach17?; im Febr- auf. Beering unddie Aeademisien giengen nach Casan,und so zur See nach Tvbelsk, vonwannen sie auf unterschiedenen We-gen abreiseten, um sich 17)6 in Za-kuzk wieder zu vereinigen. Gmelinerhielte im folgenden Jahre Erlaub-niß, dieRückreisc anzutreten; Müllerward auch von der Reise nach Kam-schatka besreyet, doch sollte er herumreisen Gcschichisnwkenalien zu sam-meln. Unterdessen war der StudentStephan Krascheninikow nach Kam-schatka geschickt, alles für die Nach-kommen-