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Zwote Abtheil. Drittes Capitel.
Hiezu kommt, daß die Meerenge Anian auf den ältestenCharten zwischen 180 und 190 Gr. Lange gesetzt wird. Man fin«det dieselbe schon auf einer italiänischen Charte von i;66 gezeich-net, und sie hat feit dem verschiedene Verrückungen gelitten.Dudley setzte sie 1647 in 220 Gr. Länge, Texeira 1649 unter 200Gr. Sanson i6;i unter 18z Gr. u. s. w. bis sie endlich ganz undgar verschwand. Ein Irrthum erzeugt mehrere, und so ist esauch hier gegangen. Sobald als man die ältesten Nachrichtenvon der westlichen Küste von America vergessen hatte, welche an-fangs von Portugiesen, und besonders von Spanien fleißig be-suchtwurden, ward auch aller Grund zu Anian Verkehren, wel-ches lange vorher abgesteckt war, und erst in spätern Jahren gra-de so wiedergefunden ist, als es bey den ältern beschrieben wor-den. Auf alten Charten heißt es El Streto de Anian oder Stret-to di Anian, welches doch keineswegeS beweiset, daß eö von Ita-lianern entdeckt worden, welche diese Gegend nie befahren haben,sondern nur, daß etwa ein italiänischer Geograph einer der erstengewesen, welcher zu den spanischen Nachrichten Zugang gehabt,daher seine Benennung von andern beybehalten worden, obgleichalles übrige auf Lateinisch oder in einer .andern Sprache ausge-druckt ist.
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Man darf nun nicht mehr durch Europäische Harpunen,welche in den Rücken von Walfischen im tartarischen Meere ge-funden worden, beweisen, daß Asien und America voneinan-der gekrennet sind ^). Es sind bereits sichrere Beweise ange-führet ; aber ob diese Trennung groß oder nur eine Meerenge sey,und solchergestalt Aniau die richtige Gränze ist, ist lange für un-abgemachk gehalten worden.
Nach der Einwohner Nachrichten sowohl, als schriftlichendamit übereinstimmenden Zeugnissen, welche man in den Sibc-
rischm
/,) Vo^. su Xorä 1, ll. S. rio. 1 '. IV. S. 52,