Band 
Erster Band.
Seite
137
JPEG-Download
 

Vor: den wenig bekannten Landern. 157

als möglich, rühmlich und für die Wissenschaften nützlich angese-hsn; aber ein Seefahrer hält solches für ebentheuerlich und derStaatSkluge für unnöthig und unnütztich.. Es fehlet mir hierder Raum, mich bey diesen Umstanden aufzuhalten, ich will nurnoch anführen, was unserer Wißbegierde bisher am meisten imWege gelegen. Das Eis ist ein Haupthinderniß, die nahe umdie Pole gelegenen Gegenden zu besuchen, und solches mehr beydem Süd-als Nordpol. Es trug sich wohl 1725 zu, daß im At-lantifchen Meer unter 41 Grad Breite, welche ungefähr mit derBreite von Madrit übereinkommt, zur Sommerszeit Eis ange-troffen ward; ja, daß den iz Juniuö unter dem 45 Grad beyna.he zwey Schiffe dadurch verunglückt waren *), aber das hatsich, so viel bekannt ist, niemal weder vor noch nachher zugetra-gen, sondern alles Eis ist gemeiniglich im April bis zum 67 Gr.verschwunden. Auf der südlichen Halbkugel ist es anders be-schaffen. Davl's war 1636 in der wärmesten Jahrszeik unterbz Grad Breite vom Eise fast ganz umgeben; Frezier sahe 1714den ig März unter ;84 Grad Breite und 291 Grad Z8 Min. Län-ge einen Eisberg über 200 Fuß hoch, woselbst niemand vorherdergleichen bemerkt hakte, obgleich die Gegend damals schon vieleJahr beschiffet worden. Das andre Schiff in seinem Gefolgefand Eis unter 54 Grad Breite, aber mehr nach Osten. Halleytraf mitten im Sommer Eis unter 52 Grad, und Bouvet fiengan, in eben der Jahrözeit schon unter 47 Grad, welches mit derBreite von Paris übereinkommt, Eis zu finden.

Dessen ungeachtet scheinet das Eis von dem schlechten Fort-gange hierin nicht die einzige Ursache zu seyn. Das Eis giebtdie Nachbarschaft des Landes zu erkennen, wie weiter unten ge.zeiget werden soll, und muß daher nicht für ein schlechtes Zeichengehalten werden. Wenn BsUvet dem Eise weiter gefolget wa-re, so würde er glaublich irgendwo durchgeschlupfet seyn, denn

ein

L) O>-/Lr»<k/ dlem. äc I'äesä. ä« 8c. L ksris 1715.

Bergm. phys. IVelrbeschr. S