i4o Zwott Abtheil. Drittes Capitel.
fabeth aus, wurden aber den grösten Gefahren van Eis und Windblaß gestellt. Pett kam mit seinem Fahrzeuge um, und Iack-man beschrieb bey seiner Heimkunft die Umstände so, daß man inEngland auf lange Zeit die Lust verlohr, weicer Versuche zu ma-chen. Die Holländer gaben doch nicht alle Hvfnung verlahren.Wilh. Barenz und Ioh. Hemökerk, sehr geschickte Seeleute, wur-den i;94 aus Befehl ausgerüstet. Sie kamen durch Waigatz,stunden graste Beschwerlichkeiten aus, funden aber Wasser indem Meerbusen Süß, und liessen sich nicht abschrecken, sondernmachten eine neue Reise und 1596 eine dritte, indem sie da demnördlichen und östlichen Küsten von Neuzemlia folgten. Aberendlich zerbrach das Eis ihr Schiff bey 76 Gr. Breite. DieMannschaft sehte sich mit Böten ans Land, und muste einen fchwe.ren Winter an dem südlichen Ende der östlichen Küste ausstehen ").Der Capitain Wood machte 1676 aufs neue einen Versuch vonEngland; aber er versuchte vergebens zwischen Grönland undNeuzemlia vorwärts zu kommen, sondern glaubte ein zusammen-hangendes Eis zu finden. Alle diese unglücklichem Erfolge be-weisen nichts in der ^Hauptsache. Denn man siehet aus dem,was gleich angeführet werben soll, daß sie theils aus ihrer Umvis.fenheit in der Lage der Länder entstanden, theils weil sie nicht dierechte Zeit zur Schiffahrt gewählt, theils weil sie sich zu nahe amLande gehalten. Die Samojeden sagten zu Linschatten einhellig,als er 1594 den zi Iuk. bey Waigaz war, daß innerhalb ro bis 12Tagen alles Eis weg seyn, und nachher in 6 Wochen kein Frostkommen würde. Er konnte nicht glauben, daß Eisberge so hochals man sehen konnte, und so zusammengehäuftt, daß man mitaller Mühe kaum durchkommen konnte, sobald verschwinden wür-den. Aber zu seiner grösten Verwunderung sahe er den 9 Aug.ein reines Meer und nicht einmal Eis in dem süssen Meerbusenunter Neuzemlia; den ro. wehete Nordwind, ohne daß man Merk-mal von Eiö hatte; den n. fand er Oswick ganz rein. Die Sa-
mojeden
^ Siehe §. »7. Seite 47.