Von den Erdschichten. soz
und Drüsenlöcheo, auch in Leim gepackt, gefunden ^). Es istSchade, daß man nicht zmeichliche Nachässcht hat von der natür-lichen Bekegenheit und eigenen Figur der Edelsteine. Der Dia-mant kommt alaunförmig vor, wenn er roh ist, doch sagt manauch, daß er zuweilen cubisch mit oder ohne abgekürzten Ecken;und sechsseitig prismatisch mit drepseitigen flachen Spitzen an je-dem Ende vorkomme ^), ja der brasilische und malaccsche istrundlich mit vielen Seiten. An Farbe werden sie nicht alleinwasserklar, sondern auch gelb, roth, braun, grün, blau undschwarz mit allerhand Abänderungen gefunden. Ihre Zusam-mensetzung ist feinspakig, daher sie sich auch nach gewisser Rich-tung spalten lassen, welches die Steinschleifer wissen müssen, wennsie ihm allen Glanz geben wollen, den er annehme» kann. Dieseunter allen bekannten härteste Materie ist doch in starkem Feuerflüchtig, und verschwindet nach der Hand gänzlich *). Manweiß, daß Materien von spatartiger Zusammensetzung im Feuer
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U) Herr Qwist Wiffensch. acad.Handl. 1768-
^ Kaiser Franz I. zab für mehrals üooo Gulden Edelsteine zu Versu-chen. Dies hat andre ermuntertdiese theure Versuche zu unterstützen,so daß man bereits, wunderbare Ei-genschaften entdeckt hat. Die. imTiegel gelegte und 2« Stunden imstrengsten Feuer gehaltene Diaman-ten wurden zuerst matt nachher blar-tericht, und zuletzt verschwunden sieganz. Man sahe eine Stunde umdie andre nach ihnen- Der Groß-herzig von Toscana ließ solche Ver-suche mit einem tschirnhausischenVrennglase machen. Ein Diamantvon 20 Karat ward nach einer hal-ben Minute dunkel und weiß Nach; Minuten bemerkte man Blasenauf der Oberfläche, worauf er in un-endlich feinen Staub auseinanderflog. Zum Schmelzen konnten sie
mit Zufahvon Asche, Kiesel, Schwebsei, Metallen, ja nicht einmal ly>tLaugensalz gebracht werden. Dock.D'Arect in Paris fing 17S7 an,Diamanten starkem Feuer auszuse-tzen, und fand, daß sie ftwohl in of-fenen als verschlossenen Gefäßen ver-schwanden. Der Versuch ist nach-her von andern und an mehr Stel-len nachgemacht. Wenn Diaman-ten in Feuer gehalten werden, inwelchem das Gold recht dünne stieße,werden sie gleich ganz weißglühend,n»d fangen nachher ohne Zeichen vonSchmelzung an, kleiner zu werden,doch nicht der Oberfläche Parallel,sondern unordentlich. Vier bis fünfGran verschwinden in ein paar Stun-den. Was übrig bleibt hat die Här-te und Eigenschaften der Diamanten,Boyle spricht von Diamanten, wel-che in kurzer Zeit dahin gebracht wer-den konnten, daß sie scharfe Dünst«gaben.