-n8 Zwote AbLheil. Fünftes Capitel.
Diejenigen, welche aus weißqraucn, feinfunkelnden Qnarz enk«weder mit dunkeln Glimmer und ein wenig Kalk oder rothen kalk-gemengten Felskiesel bestehen, werden für besser gehalten, aberedle werden diejenigen genannt, welche weissen feinfunkelndenQuarz entweder mit feinen dunkeln Glimmer und ein wenig Kalk.gemengt führen, ober Quarz mit Glimmer schichtweise gebettet.Die Mächtigkeit gehet von einem Zoll bis zu drey Lachter. Siegehen nicht allezeit grade aus, sondern krümmen sich oft, und zu-weilen drängen zween einen Zwifchengang aus. Die Fallartensind auf dem Oberberge oft zo F. mächtig, aber nicht über i6 aufdem Unterberge.
Quer über diese Betten streichen Gänge, welche im Unter-berge meist gegen Süden, im Oberberge mehr gegen Norden zumhöchsten 40 Gr. von der lothrechten Linie fallen, von einem hal-ben Zoll bis drey Quartier mächtig. Alle Dimensionen sind nichtselten veränderlich. Einige Hauptgänge verzweigen sich an eini-gen Orten, aber sammeln sich wieder. Die Gangart ist Kalk,zuweilen körnigt und schuppigt, doch mehrentheils spatig. Hieund da fällt Quarz mit weissen, blauen und violetten Flußarten«in, und zuweilen Branderz mit Selenit, auch ein wenig Berg-leder. Schwefelkies,. meist angeschossen, ein wenig gelbes Kup-fererz, und weißgelbe, gelbe, rothe und schwarzbraune Blendesind im Gefolge der Gangart. Das meiste Guth ist hier gedie-gen, rothgülden ist selten, aber Glaüerz mehr gemeiner, Bley-glänz trifft man in unzureichlicher Menge. Die Gänge sind alle-zeit angewachsen, selten mit einigen fette Besiege. Sie gehenansehnlich weit fort ins Feld und in die Tiefe; sie sind in den un-edlen Banden verdruckt oder wenigstens arm; wenn man besseretrifft fangen sie an sich anzulegen, oder wenigstens gute Hoffnungzugeben, weil die edlen, wobey die meisten Reichthümer zu habensind, dann bald angetroffen werden. Die Fallarten werden fürbeständiger gehalten als die Bande und veredeln. Bleyglanz-gänge sind selten, und wenn sich einer findek, wird er in der Tiefe
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