Von Quellen. 277
bens der Natur ein durchaus nothwendiger Umstand, wenigstenskennen wir in der ganzen Körperwelt keinen Punct, der in einerwürklichen Ruhe ist.
§. 69.
Es soll also jetzt das Wasser, und der Zug desselben von denHöhen bis zum Meer untersucht werden. Aber es kommt Hiebeyeine angelegene Frage vor, die zuerst abgemacht werden muß,nämlich, woher die Höhen die Zugänge haben, Quellenhervorzubringen und zu unterhalten. Das Wasser nimmtnach seiner Schwere und Flüßigkeit allezeit die niedrigsten Stellenauf der Erdoberfläche ein; woher kommt denn dasjenige, wasdie höchsten Gegenden so beständig austheilen?
Diese Frage ist sehr verschieden beantwortet worden, und eshätte vollkommener geschehen können, wenn man sich dabey nichtan einen einzigen Ausweg hatte halten wollen. Die Natur istohne Zweifel in ihren Anstalten einfach. Aber dies bestehet nichtdarin, daß sie bey einer jeden besondern Würkung nicht mehr alseine einzige Ursache gebraucht, sondern darin, daß alle Würkun«gen, die zu ihrer Haushaltung nöthig sind, durch so wenige Ur»fachen, als möglich ist, hervorgebracht werden, wobey doch über-all mehrere einander zu Hälft kommen und unterstützen.
§. 70.
Die meteorischen Wasser, Regen, Schnee, u. dgl. derenFall den Niederschlag ausmacht, sind der zuerst in die Augen fal.lende Zugang "). Man siehet ja merklich, daß das Wasser auf
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m) rnariotte nimmt an, daßein jährlich >Z9 c-88 5O0 ooo CubicfußDrittheil vom Niederschlage weg- Wasser unter der Königsbrücke vondünste, ein Drittheil für Gewächse Paris wegfließen, welches noch nichtund Thiere verbraucht werde, und der sechste Theil vom Niederschlageein Drittheil hält er für wehr als zu- ist, wenn man annimmt, daß diereichlich zu Unterhaltung der Quel- Seine auf einige zwanzig Meilen daslen und Flüsse. Er gründet feine niederfallende Luftwaffer an sich zie«Meynung auf eine eigene Bevbach- hen könne. Siehe dessen Oeuvre»kling, nämlich, daß IN der Seine Tom. I.