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Blut in die bessere polnische Race ein, die in den steten Kriegen,welche die Polen theils unter sich, theils gegen äussere Feindeführten, sehr zusammenschmolz und in dem letzten Revolutions-kriege fast gänzlich erloschen ist, nachdem sich aus den früheren,wie aus den blutigen Kriegen von 1807 und 1812, noch einigeUeberbleibsel erhalten hatten. Gute, edle polnische Pferde, wiesie ehemals in so grossem und wohlverdientem Rufe standen,sind jetzt eine Seltenheit und sehr theuer; man muss daher er-warten , was jetzt die russische Regierung und die Bestrebungenpolnischer Privaten für die Verbesserung und Veredlung der pol-nischen Pferdezucht ausrichten werden, ob man sich zur Er-reichung jenes Zweckes des englischen oder des orientalischenBlutes bedienen wird, welches letztere die Polen lieben und vor-mals mit der Anwendung desselben glücklich waren.
Ungarn, das Land der Magyaren, die einst aus Asien nachEuropa zogen und im heutigen Ungarn sich niederlicssen, istwegen seines leichten, dauerhatten und behenden Pferdeschlagsschon seit langer Zeit berühmt. Die ungarischen Husaren geltenfür die beste und gewandteste leichte Cavallerie, und sie habendiesen Ruf zu allen Zeiten bewährt. Im kleinen ungarischenLandpferde — wir sprechen von diesem zuerst, später von denkaiserlichen und Privatgestüten, in denen grössere und edlereSchläge gezüchtet werden — ist der orientalische Typus nochheute nicht zu verkennen, obwohl dasselbe aus Mangel an Pflegeund Nahrung von seiner ursprünglichen Form und Tüchtigkeitviel verloren hat. Der ungarische Landmann hält und züchtetviele Pferde, ohne sich dabei grosse Mühe zu geben, er lässtdie armen Tliiere beinahe verhungern, jagt sie auf die Waide,wo sie ihre einzige Nahrung suchen müssen, putzt und wartetsie selten oder nie und verwendet sie schon in frühester Jugend,