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einigen auch die arabische Reinzucht forlgetrieben wird. Es sindin dieser Hinsicht unter den vielen Privatgestüten in Ungarn rühmend hervorzuheben: die des Grafen Hunyady, des GrafenSzechenyi, der Fürsten Esterhazy, Palfy, des Grafen Festetits und des Barons von Fechtig, welcher letztere ein bedeutendesrein orientalisches Gestüt angelegt hat und mit dem besten Erfolgfortführt. Auch andere grosse Grundbesitzer halten in ihren Ge-stüten neben orientalischen Hengsten orientalische Stuten, abernicht in der Ausdehnung wie der Baron von Fechtig. Man ver-wendet hie und da auch englisches Blut zur Zucht, um dieNachzucht grösser zu gestalten und Wagen- oder schwere Ca-valleriepferde zu erzielen. Selbst Wettrennen hat man neuerdingsin Ungarn eingeführt (der Graf Hunyady ist in dieser Hinsichtunter grossen Aufopferungen und mit vielem Eifer mit seinemBeispiele vorangegangen), und so lässt sich bei der allgemeinenVorliebe der ungarischen Grossen für Pferde und bei der Auf-munterung und Unterstützung der Regierung für die Zukunft derungarischen Pferdezucht ein günstiges Prognostikon stellen.
Die Länder Europa’s, die uns ausser England und Deutsch-land , welche besonders besprochen werden sollen, nun noch übrigbleiben, bieten uns in Beziehung auf ihre Pferderacen und ihrePferdezucht wenig Bemerkenswerthes dar; denn wir treffen indenselben edles Blut, wo solches nicht eingeführl ist, und andereVorzüge nur selten an. Der holländische Pferdeschlag, sowie der flämische ist schwer und gross, dabei plump und nurzum schweren Zug zu verwenden. Der englische Karrengaul sollvon dem holländischen Schlage abstammen und diwcli reichlichesFutter und Pflege in England noch vergrössert worden sein.Ueber dänische, schwedische, norwegische und dieanderen Pferdearten, die sich noch hie und da in Europa finden,