Freien bleibt, gegen ungünstiges Wetter; Wasserbehälter zumTrinken und Schwemmen sind zahlreich vorhanden, und ausser-dem eine hinlängliche Zahl Wächter zur Aufsicht der frei wai-denden Thiere bestellt. Ausser dem Gestüte befinden sich nocheine Meierei und eine Schäferei in Weil. ■— Das Gestüt besteht,wie schon erwähnt, aus Zuchtstuten der orientalischen Race unddes grossen Wagen Schlags. Mehrere Beschäler verschiedenerRace werden im Frühjahr in Weil aufgestellt, sowohl zum Be-schälen der eigenen, wie fremder Stuten. Die Fohlen werdenblos so lange behalten, bis sie abgesetzt sind und den Fohlen-höfen in Scharnhausen , Kleinhohenheim und Monrepos übergebenwerden können. Weil ist sonach ein Stulenhof, und es befindensich gegenwärtig (Monat März) 65 Stück dort, 21 vom Reit—(orientalischen) und 44 vom Wagenschlage. Erstere werden zukeiner Art von Arbeit benutzt, sondern nur zu ihrer Bewegunggeführt, geritten oder auf den Waiden und Tummelplätzen sichselbst überlassen, letztere dagegen zur Arbeit, zum Feldbau undzu leichten Fuhren verwendet. Jene erhalten an Futter, wenndie Fohlen abgesetzt sind oder die Stuten galt (güst) gehen,täglich 1 Yierling Hafer (der württembergische Scheffel = 3 Ber-liner, und wird in 8 Simri und 1 Simri in 4 Vierlinge gctheilt,der Vierling wiegt 5 — 6 Pfund), 5 Pfund gutes Heu, und Strohso viel als nöthig. Zur Zeit der Trächtigkeit und nachdem sieabgefohlt hat, bekommt jede Stute mitsammt dem Fohlen täglichl'/j Vierling Hafer, etwas mehr Heu, und sobald das Fohlenheranwächst und sich an’s Futter gewöhnt, etwas Gerste. Eineenglische Erfindung, die sogenannte Quetschmaschine, wird zumZermalmen des Hafers und der Gerste für die Fohlen wie für dieMutterstuten angewendet, auch während der Zeit, dass letzteresäugen, Gerstenmehl zum übrigen Futter hinzugefügt. Die Stuten
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