77wit den pinnulis t Thue die Regel gar weg/ vnnd habe acheauff den Tirckel/ der vnter dem alten Calender Herumb gehet/in welchem zweene Quadranten verfaſſet ſind⸗ alſo/ daß dieMittags lini beyde Quadrant ſcheide/ einen zur rechten/ denandern zur lincken/ Der zur rechten vnten an zu fahen/ von derMittags lini hinauff/ in 90. grad getheilet/ ſo wol auch derzur lincken/ in 90. grad geteilet/ ſo ſchneidet nu die Mittagslini oben vnter dem alten Calender/ im go. grad/ durch denPunct/ daraus beyde Quadrant geriſſen ſind. Aus welchemPunet ein faden gehet/ mit einem Bleygewichtlein welchesman Perpendiculum zu nennen pflegt/ aus demſelbigẽ punet/daraus der faden gehet/ mache ein gerecht creutz durch die Mit-
tags lini/ durchſchneidend beyde Limbos, zur rechten vnd zur
lincken/ vnd auff ſolche Linien mache zwey geſichtlein/ als zurlincken ein Meſſenes blechlein/ mit einem kerblein/ doch daßder kerb recht vber der Linien ſtehe/ gleich gegen vber aber einKnopfflein: Vnd wann du eines Sterns hoͤhe mit dieſemQuadrant meſſen wilſt/ ſo hebe das Inſtrument auff/ alſo/daß du durch das kerblein/ das ander Geſicht des Knoͤpfflinsmit dem Stern zugleich ſiheſt/ alßdann halt das Inſtrument
ſtille/ vñ faſſe den faden mit dem Bleygewicht mit der andern
juſammen kommen/ vnd wann ſie dann fein iuſt im handtellerE beyſam-
hand/ halt denſelben feſt an dem Inſtrument/ vnnd wie viel
rad derſelbe im obgemelten Quadrant zur lincken handdurchſchneidet/ ſo viel grad hat ſich der Stern von dem Ho-rizont erhoͤhet.
Alſo geſchichts auch mit der Sonnen/ Neige das Inſtru-ment en mit dem blechlein/ welches ein kerblein hat/gegen der Sonnen/ daß der ſchein durch das kerblein falle/auff das knoͤpfflein/ wie im vorigen Capitel angezeigt(doch5 die rechte hand vor beym knoͤpfflein) ſo ſiheſtu bald in der
achen hand/ wann die zwey geſichtlein durch den ſchatten