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der rechte/ kanſtu jhn aber nicht ſehen/ ſo ſchawe etwan nacheinem andern/ der auch liechter ſey dann die andern/ das treibſo lange/ biß du einen findeſt/ den du durch beyde loͤchleinſehen moͤgeſt/ derſelbe iſt dann der rechte/ den du dir im Aſtro-labio haſt vorgenommen/ vnd alſo/ wie jetzt geſagt iſt/ magſtumit allen Sternen handeln.
Mit dieſer alten art der Regel vnnd loͤchlein/ iſt lang-weilig vnnd verdrießlich darmit vmbzugehen/ vnd iſt die an-der art/ wie ich im fuͤnfften Capitel zuuor geſetzt/ viel beſſer/wie auch diß Exempel ſo darauff geſtellet„Wem aber die alteart beſſer gefellt/ der kan jhm die Regel mit den pinnulis dar-1 machen/ nach eines jedern gelegenheit vnnd wolge-allen. ö 5
2Exempel des 28. Capitels.
Nimb vor dich den Stern Aldebaran, den mannennet Oculum Lauri, ein liechti stet Stern/ der erſten groͤſſe/der dir dekant iſt/ ſo er dir aber nicht bekant were/ ſo ſuche Ihn/wie im nachfolgenden 28. Capitel gelehret wird/ ſuche ſeinehoͤhe am Himmel/ vnd wann er(wil ich vngefehr ſagen) 35.grad erhoͤhet were/ Du muſt aber mercken/ in welcher quarter ſtehet/ jetzund in dieſem Exempel ſtehet der Stern in der er-ſten quart vom Auffgang gegen Mittag. Nun ſuche im In-ſtrument/ mit des Sterns ſpitze des Aldebarans, vom Hori-zont des Auffgangs in den Almieantaratgę. grad/ da haltdas Rete pnuerruͤckt ſtille/ dann ſuche im Rete einen Stern/den du gerne wolteſt kennen lernen/ welcher auch vber demHorizont am Himmel ſtehet/ Als/ Ich wolte gerne wiſſenvnnd erkennen den liechten Stern/ Fidiculam im Adler/den findeſtu in dem Almicantarat, in der andern quart vomHorizont des Vntergangs/ gegen den Mittag erhoͤhet 10.
b grad/
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