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Astrolabium sampt einem kurtzen Unterricht, wie man solch Instrument brauchen sol, nicht allein den Ertzten, sondern auch den Bawmeistern, Bergleuten, Büchssenmeistern, und andern so sich der astronomischen und geometrischen Kunst gebrauchen, fast lustig und nutzbarlich / erstlich durch Joh. Copp anno 1525 aus dem Latein ins Deutsche gebracht
Entstehung
Seite
77
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berarten Grad von der Regel/ damit man der Sonnen oderdes Monds hoͤhe genommen hat. Als/ wann du nu der Son-nen hohe durch das Aſtrolabium nimmeſt/ vnd die Regel be-rutet den 4. Brad im winckelmaß/ ſo haſtu in 12. dreymal 4.Alſo auch/ ſo iſt der Thurn dreymal goͤher/ dann ſein ſchatte-dann wann ich des ſchatten lenge dreymal nimie/ ſo habe ichdes Thurns hoͤhe/ gleich als wann ich 4. dreymal niſſte/ ſohabe ich 12. g 5

Wann mir aber die Regel/ den G. Grad im winckelmaßberuͤret/ ſo hat ſich eben die hoͤhe des Thurns gegen dem ſchat-ten/ wie ſich 32. gegen 6. begibt/ Darumb ſo ich den ſehattenzwyfach niſmte/ ſo habe ich die hoͤhe des Thurns/ dieweil ichdoch nur zweymal in 12. ſechs habe. Vnnd alſo magſtu jhmmit andern Graden thun/ wann die hohe helt ſich alleweg ge-gen dem ſchatten/ gleich wie er ſich gegen den Graden helt.

Ob die hohe der Sonnen oder des Monds weniger were/dann 5 1. Grad/ ſo fellt die Regel auff die Grad des gewendtenſchatten/ inn dem winckelmaß/ alßdann wird der ſchatte mehrvnd lenger/ dann das ding/ das den ſchatten gibt/ hoch iſt/Vnd hat ſich eben die hoͤhe des Thurns/ gegen ſeinem ſchat-ten/ wie ſich der Grad in dem winckelmaß/ der von der Regelberuͤrt wird/ gegen 12. hat: Als/ wann die Regel im winckel-maß den 4. Grad beruͤhet/ ſo iſt der ſchatte dreymal lengerdann ſein Thurn/ der den ſchatten gibt/ Darumb/ ſo du denſchatten in drey gleiche theil theileſt ſo iſt ein jegliches teil des

Thurns hohe. So aber die Regel den G. Grad be-ruͤhret/ ſo iſt der ſchatte noch einmal ſolang/ als der Thurn hochiſt/ etc.

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