8 Phyſikaliſche Bibliothekwomit unſer theure Erloͤſer gehöͤnet ward,
aus einem Gewaͤchſe, ſo um Jeruſalem ſtand,gewachſen ſein muͤſſe: wir glauben auch, das
dies Gewäͤchſe nicht ſelten geweſen ſej; aber
den werden, von eben der Art ſind. Und
geſezt, dem ſei alſo, wozu ſoll dergleichen
Seeltenheit dienen? Soll ſie zur Beſtaͤti-
Gewis ſo viel goͤllche Wunder und ſo vielkoͤſtliches Zeugenblut haben dieſe genugſamverſtegelt. Soll ſte in der Naturlere etwas
beweiſen? wir ſehen nicht das geringſte.
Uns deucht es ſehr ſchimpflich zu ſein wenn
die Naturſeltenheitenbehaͤltniſſe eines Liebha -
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bers wie ein katholſſcher Reſiqufenkaſten aus-
ſehen. Es iſt dies eine Arbeit, nicht füreinen ernſthaften Naturkündiger, ſondern fuͤreinen beſchrienen Urheber des Rübezals. Wir
haben an einem andern Orte ſchon die Me-lonen vom Berge Karmel, und die bethlehe-mitiſchen Erbſen„ und andere dergleichentheologiſchphyſikaliſche Afterſeltenheiten ausge-merzet; man wird uns daher die Verla-
chung dieſer falſchen Seltenheit auch nicht
E.
übel deuten können. Man beliebe hierkunſer zwoͤlftes phyſikaliſches Sendſchreiben,an unſern Geerten Freund, den Herrn Genz-
mer in Mirow, nachzuſehen.
iber
Lung unſers heilgſten Glaubens gekeichen?
Es
dies erfordert gröͤſſern Beweis, ob die Dor-nen, welche iezt einem Liebhaber aufgebun-
Mertrütdur