zweiter Teil. 391ters. Iſt das Wetter ſie fortzubringen zu
gelinde, ſo verbergen ſie ſolche in Holen
oder unter dem Schnee. Sonderlich habendie Jaͤger ihr Wild in der ſo genantenKoldhull, oder kalten Höle, im KirchſpielOdde in Hardanger, bei dem Hofe Sand-vend. Hierin, heiſt es, kan man inden waͤrmſten Sommertagen nicht hundertSchritte gehen, ohne alle Krafte zu verlie-ren, ſondern man mus den Ruͤkweg eiligſtwieder ſuchen. Das Wild dauret darin lan-ge Zeit. Man vergleiche hiemit, was Dr.G. H. Behrens in ſeiner Hercynia curto-ſa S. 68. u. f. von zwei queſtenbergiſchenHolen, das groſſe und kleine kalte Loch,oder Eisloch genant, gemeldet hat. Indeinem Kalkberge bei dem Dorfe Queſten-berg iſt ein Ris, etliche Klafter tief„inwelchem zur Sommerszeit auch in den al-„lerheiſſeſten Tagen, eine ſolche heftige Kaͤl-„te berſpuͤret wird, das die Tropfen des in
„denſelben flieſſenden Waſſers, als wie im„Winter an den Daͤchern geſchiehet, zu„Eiszapfen gefrieren, und bald vorne imEingange herab hangen: das es alſo ſchei-net, als wann die Natur hier gleichſamdeinen immerwaͤrenden Winter im Som-„mer machen wolle. Wie dann auch die„Kälte daſelbſt ſo empfindlich iſt, das,„wann einer ſo vorwizig iſt und die Naſehineinſtekket, ſolcher dieſelbe bald wieder,
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