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46 Briefwechsel
zum Teile, oder ganz, zu einem harten
Steine werden ſehen. Noch mehr: derPfennig hat an ſeinem Glanze nichts,und nichts an ſeiner Neuigkeit verloren:wie laſſet ſich dieſes in einef Zeit von bei-nahe hundert Jaren gedenken? Die Na-tur dieſer Art Steine bringet es mit ſich, bedas er eine Menge Schwefelſaͤure mit ſich
füret: daher man auch Merkmale antrift,
das er in dem Kalke eine Gaͤrung verurſa⸗ N
chet, und ſich in demſelben vielleicht da-durch aufgelöſet und verzeret habe. Sol-te bei dieſem Falle der Schein der Muͤn-
ze, ihr Rand und Gepräge nicht gelitten mi
haben? Es machet dieſer Umſtand vielmehr 5hoͤchſtwarſcheinlich, das der Stein und derPfennig nur ganz neulich zuſammen gekom-men ſeien, und noch nicht in einander ge-wuͤrket haben muͤſſen: da dann zum wenig-ſten der Roſt an der Muͤnze ſeinen unge-woͤnlichen Aufenthalt verraten haͤtte. i
Man hat auch dergleichen Steinkuͤn-ſteleien unter den Steinliebhabern ſchon eherentdekket, daher eine Nachamung derſelbenſo viel glaublicher wird. Der wuͤrzburgiſcheProfeſſor Medieina Joh. Barthol. AdamBeringer hat in ſeiner Lithographia Wir-ceburgenſi dergleichen die Menge hervorge-bracht: nachhero aber geſtanden, das ihmdieſer Betrug von recht kuͤnſtlich wee