484 Beſchlus der natuͤrl. Hiſtorie
Dioch,/ mich daͤucht, ich haͤtte wiederdie ganze Benennung blurloſer Thiere et-was einzuwenden. Nicht nur, weil dieſeThiere, wie viele Gelerte wollen, ein weiſ-ſes Blut haben; dann der Begrif waͤreUnerfarnen anſtoͤßig; ſondern weil vieledarunter ſind, welche ein wuͤrkliches rotesBlut in ſich haben. Die Purpurſchnekkeiſt bekand genug, und man darf nur denColumna davon geleſen haben, ſo weisman dies mit Ueberzeugung. Die kuͤrſten-ſchalichte Thiere(eruſtacea) haben, ſo lan-ge ſie leben, kein rotes Blut, aber beimkochen; da das waͤſſerigte verflieget, vertei-let ſich die Rote deſſelben in die Schaleund die Oberflache des Koͤrpers: waͤre diesnicht die natuͤrlichſte Urſache, warum ditgröſſere und kleinere Krebsarten ſich rot ko-chen? Die Gienmuſchel Mytulus eſculentus)
kocht ſich auch roͤtlich: und mit wie vielen
andern koͤnte man den Verſuch zu gleichem
Beweiſe machen? Selbſt unter den flie-
genden Thieren dieſer Art iſt aus den aͤthio-
piſchen Nachrichten des Ztob Ludolfs be-
kannt, das die Heuſchrekke, in den Morgenlaͤndern zur Speiſe gekocht, ſo roͤtlichausſiehet, als bei uns abgeſottene Krabben.Wie viel iſt noch bei den Einteilungen detgeringſtgeſchaͤſten Thiere: ich will nichtſagen bei den aͤlteſten Schriftſtellern, ſon-
dern bei einem Arredt und Linnaͤus/ in eingroͤſſeres Licht zu ſezen? Ach!