5 Voͤgeln. 370rigen Schriftſtelern aufzuſuchen: oder ſiewird es, wann man kuͤnftig auf dergleichenmit reiferer Achtſamkeit merket.
Nüßzlicher iſt es wol, der Urſache die;ſer Farbenaͤnderung nachzuſinnen, wozu ich
ohnedies durch meinen belobten Freund auf
gemuntert bin. Treffe ich nach meiner Le-
ſer Gutduͤnken die rechte nicht, ſo habe ichwenigſtens zu deſſen Vergnuͤgen etwas bei-
zutragen geſucht/ und ich reize vielleicht an-dere„ derſelben gluͤklicher nachzuforſchen.Beides wird mir ſatſamlich ruͤmlich ſeien.
Zuvorderſt mus ich die weiſſe Vogel,don welchen ich hier rede, von denienigenThieren unterſcheiden, welche bei dem Fa-reszeitenwechſel und entgegengeſezter Witte-rung ihre Farbe aͤndern. Es iſt ſatſam be-kand, das in den nordlichen Laͤndern vieleThiere des Winters weis ſind, welche zuandrer Zeit andere Farbe zeigen. Unſere
DVoͤgel ſind und bleiben gls einzelne ihrerArt ſtets weis„ da die uͤbrige ihres Ge-
ſchlechts ordentlich anders gefarbt ſind. Ausdieſem Grunde duͤrfte man die Witterung
nicht zur Urſache ihrer Weiſſe angeben:
oder darauf fallen„ das wegen gewiſſerkälteren in ihnen umlaufenden Saͤſten einMangel der Feuchtigkeit in ihren Federn,und alſo die weiſſe Farbe entſtehe. Es ſindg o 3 die-