.——
5ö00161ö
N U
604 Vom Vorzug der alten oder neuen Zeit
ben, welche das angenommene umſtoſſen.
Bei dieſem unleugbaren Anſcheine der Moͤg-lichkeit findet ſich die hoͤchſte Stufe derWarſcheinlichkeit: und dieſes Mas der Er-kentnis iſt gewis beruhigend genug. 2
5 8 5 Man wird mir aber dieſes nicht dahinausdeuten, als ob ich die Verdienſte der
Alten geringe ſchaͤzen, oder in Geringſchaͤzung
bringen wolte: ich halte es vor unbillig, deseinen Groͤſſe auf die Verkleinerung des an⸗-dern zu bauen. Ich verere ſonderlich zwei
Verdienſte der Alten in dieſem Stuͤkke un-
gemein. Einmal, das ſie in demienigenworauf ſie ihre Aufmerkſamkeit wendeten,einen unermuͤdeten Fleis bewieſen: hiernächſtdas ſie ſorgfaͤllig genug geweſen ſind„ ihreverſchiedene Bemerkungen aufzuzeichnen unduns zu hinterlaſſen. Auf das erſtere vermu-te ich den Einwurf: es habe Ariſtotelesvon dem dankbareſten oder rumſuͤchtigſten Alerander erstaunliche Summen zur Unterſu-chung der Natur der Thiere empfangen, undfuͤr ein ſo ſchweres Geld recht wenig gethan.Es iſt gewis, wenig genug: wann wir nachunſern Zeiten rechnen, wo der Huͤlfsmittelſo viel ſind, und ſo viele Vorarbeiter und
Mitunterſucher gefunden werden: aber betrach-
ten wir iene Zeiten, wo man ſo wenig vongearbeitet, und wieder die Vorurteile geſtrit-ten, fand, und wo es faſt an allen W,
1
TTTTTTWCCVTTVCWTWT+T+[[+7fff777 ̃