Catalogues raiſonnees. 613
vielem Geſchmakke und Entſcheidung abge-
handelt: niemals hat er ſich von der Be-ſcheidenheit und Klugheit entfernet, welcheeine monatliche Arbeit von der Natur er-fordert. Er hat ſie auch gluͤklich und unun-
terbrochen vom Jare 172 1 bis zum Oct.
1744 da er durch ein boͤsartiges Fieberhinweggeraft ward, fortgeſezt. Er hat oh-
ne Unterbrechung mit gleich gluͤklichem Er-folge 33 1. Bande ans Licht geſtelet.
Noch erinnert Herr Gerſaint/ es ſei 5
zu verwundern, das ein Mann, welchen
nicht reich geweſen ſei, eine ſoſche Menge
keſſtbarer Seltenheiten zuſammen gebrachthabe; aber man muͤſſe bedenken: das dieſesſeine Hauptleidenſchaft geweſen ſei; das
er alles, was er eruͤbrigen konte, allein hier-an gewendet habe: das ihn ſein guter Ge-
ſchmak, und die genaue Kaͤntnis der Wer-ke der Kunſt hierin ſer gefoͤrdert habe. Koͤn-
nen wir nicht hieraus den Schlus machen:
eine gute Käntnis mit wenigern Aufwande
ſchaft eher eine gute Seltenheitenſamlung,
als gewaltige Unkoſten, wobei es an gutemGeſchmakke und hinreichender Erkaͤntnis derDinge mangelt: f
Doch wir wenden uns zu dem Ver-
Feichniſſe ſeibſt: und da haben die Gemäl-de den erſten Plaz. 21 7 vornemſte Liebha-24 4
be-