Band 
I.ter Theil.
Seite
10
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10 Einleitung.

Dieſe werden durch neue Theilchen erſetzt, ſo daß er nach etwa10 Jahren mit einem ganz andern Coͤrper umgeben iſt(X).Thiere und Pflanzen werden genaͤhret, wachſen auf, pflanzen ſichfort, ſterben, und gehen in die Verweſung.

Auf ſolche Weiſe iſt alles in Bewegung, alles in Zu⸗ und Ab-nahme. Mit einem Worte, hervorkommen und untergehenwechſelt auf dem ganzen Schauplatze. Es geſchiehet ſolches dochnicht, wie es dem erſten Anſehen nach ſcheinet, ohne Ziel undOrdnung. Alles folget gewiſſen Geſetzen, alles iſt auf gewiſſeEndzwecke gerichtet, alles ſtimmt zum Preiſe des Werkmeiſtersauf das vollkommenſte zuſammen. Der ganze Zuſammenhangiſt uns wohl unbekannt, aber nach demjenigen, was bereits da-von entdeckt iſt, duͤrfen wir daran nicht weiter zweifeln.

Ob nun gleich alle Wuͤrkungen nach beſtaͤndigen Geſetzen ge-ſchehen, die Naturkunde auch zu allen Zeiten mit Erforſchungderſelben beſchaͤftiget geweſen iſt, und im letzten Jahrhundert an-ſehnliche Schritte darin gemacht hat; ſo muͤſſen wir nichts deſto-weniger eine erſchreckliche Unwiſſenheit erkennen. Wohin wirauch unſere Augen richten moͤgen, ſo muͤſſen wir endlich bey et-was unbegreiflichen ſtehen bleiben. Unterſuchen wir einen Bergmit ordentlichen und ſchneckengemiſchten Schichten, ſo koͤnnenwir uns einigermaſſen vorſtellen, daß Materien von verſchiede-ner Art ſich unter dem Waſſer geſetzt haben, daß die Schneckendaſelbſt eingebettet worden, daß alles zuſammen verhaͤrtet ſey,u. m. Aber laſſet uns eine genauere Betrachtung anſtellen.Im Geſtein findet man erzhaltige Gaͤnge; wie ſind die dahingekommen? Man trift daſelbſt allerhand Cryſtalle; welcheKraft regieret dieſe Coͤrper wohl, allezeit unter gleichen Figurenanzuſchieſſen? u. ſ. w. Wir verſtehen uns nun beſſer auf dieDonnerwetter, als wir uns vor 40 Jahren, in weit laͤngerer Zeitlernen zu koͤnnen, einbilden konnten; aber welches iſt die Naturund innere Beſchaffenheit der electriſchen Materie, die hier ſo

ent-

() Berneulli Dilt, de nutritione.