Vom bekannten feſten Lande. 33
ten, Finnland, Eſthland und Curland mehr oder weni-ger in die Laͤnge gelehnt. Der ganze Teutſche Wall iſt flach,und dem Schoniſchen gleich.
Was die Lage der Kuͤſten um die Oſtſee betrift, ſo ſind ſieeigentlich nach der vom Koͤnigl. Landmeſſer⸗Comtoir 1747 heraus-gegebenen General⸗Charte von Schweden, und den von einerZeit zur andern ans Licht getretenen Special⸗Charten von Scho-nen, Soͤdermanland, dem Maͤler und dem FinniſchenMeerbuſen gezeichnet(t); aber in Anſehung Teutſchlandesiſt man der critiſchen Charte des Prof. Mayers gefolget, wel-che 750 in der Homanniſchen Werkſtaͤte herauskam, doch iſtman ſowohl hier als anderwaͤrts davon abgegangen, ſo oft ſpaͤte-re aſtronomiſche Beobachtungen zu ſolchen Verbeſſerungen Anlei-tung gegeben.
Die Ufer von Daͤnnemark, Juͤtland, Holland undFrankreich ſind an den meiſten Stellen niedrig, aber Galli-cien in Spanien und Portugal hat hohe Ufer. Von Daͤn-nemark verfertigte unter Chriſtian IV. Johann Meyereine Charte, welche ſeit dem von den Homanniſchen Erbenverbeſſert worden; aber von den bisher herausgekommenen iſtPontoppidans Charte die beſte Cu). Bey den Kuͤſtenvon Holland und den uͤbrigen an der Weſtſee liegenden Laͤn-dern iſt man groͤſtentheils der auf Graf Maurepas Befehl aus-gegebenen Charte von der Weſtſee gefolget. Frankreich iſtunter allen Europaͤiſchen Läͤndern durch verſchiedene Mitglie-der der Academie der Wiſſenſchaften am beſten abgemeſſen wor-den, daher findet man auch davon die vollkommenſten Charten;aber bey Spanien iſt auſſer der oberwaͤhnten auch die neueſteHomanniſche gebraucht, und bey Portugal J. B. No-lins Charte, welche 1736 in ſelbiger Werkſtaͤte aufs neue her-
aus-
Schw. Geographie, gehalten in derWiſſenſch. Acad. 1747 und 1760.(u) Theatrum Daniae,F
(0) S. Herrn Oberdirecteurs Fag-gots zwo Praͤſidienreden von der
Bergm. Phyſ. Weltbeſchr.