Band 
I.ter Theil.
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54 Zwote Abtheil. Zweytes Cap.

ihrer 3a, von welchen Ponlog am naͤchſten an Mindanaoliegt(0). Sie heiſſen auch Papaos, oder neue Philippini-ſche Inſuln.

Die Raͤuber⸗Inſuln(Ladrones) wurden von Magellan1520 ſo genannt, weil die Einwohner alles Eiſen, welches ſie be-kommen konnten, wegzuſtehlen ſich bemuͤheten. Guan, oderGuahan, iſt die merkwuͤrdigſte unter ihnen. Die uͤbrigen ſindRota, Aguiguan, das anmuthige Tinian(durch AnſonsReiſe bekannt), Saipan, Anatahan, Sarignan, mit vielandern, deren einige Feuer ſpeyen. Von den Spaniern werdenſie der Koͤniginn Maria Anna zu Ehren, die 1660 zuerſt Prie-ſter dahin ſandte, die Marianiſchen Inſuln genannt.

In derſelbigen Strecke bis nach Japan findet man nochviele kleine Inſuln. Gleich uͤber Manilla liegen die kleinenBabyanes, und weiter hin auf die Baſchi⸗Inſuln, vom Dam-pier 1682 eines daſelbſt gebraͤuchlichen Getraͤnks wegen alſo ge-nannt. Noch weiter nach Norden, und grade unter dem Wen-dekreiſe, liegt Formoſa, welches nach der Laͤnge von Nordennach Suͤden durch eine Bergſtrecke in zween Theile getheilet wird,und in der Groͤſſe Sicilien uͤbertrifft. Von Formoſa bis Ja-pan iſt eine Reihe Inſuln, welche Lieu kien genennet wird, unddie Kaͤmpfer vielleicht unter dem Namen Liquejo verſtehet. Sieſind neulich vom Pater Gaubil unterſucht(). Die groͤſte iſtbeynahe halb ſo groß, als Sardinien.

Japan oder Niphon iſt faſt ſo groß, als Engelland undSchottland zuſammen. Sie ward 1542 von einem durch Un-gewitter verſchlagenen Portugieſen entdeckt(q), und iſt durch die

Meer-

(0) Lettres des Miſſionaires. Charte herausgegeben. Man findet

(p) S. ſeinen Brief vom 3 Nov.1752. an Pater Berthier von Bua-che angefuͤhrt in deſſen Conſiderati-ons geogr.& Phyf. 175 3. HerrBuache hat auch nach einigen erhal-tenen Handſchriften hieruͤber eine

ſie auch in deſſen neuen Mappe-monde.

(2) RKecueil des relations de J.H. Tavernier S. 6. Die Japa-neſen nennen das Land Nipon oderNifon; die Chineſen Si⸗ipon und

vor