Band 
I.ter Theil.
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Von den wenig bekannten Laͤndern. 59

eine Durchfahrt in Nordweſten zu finden, fehl geſchlagen, undjetzt gar alle Gruͤnde, worauf man bisher ſolche Hofnung gebau-et, ſchlechtweg gelaͤugnet werden(c), hat es bis auf weitereNachrichten ſich nicht wohl davon trennen laſſen. Staterslandund einige andere, deren im vorigen Erwaͤhnung geſchehen, ſindauch unter denjenigen, von welchen wir ſehr unzureichliche Nach-richt haben, aber wir haben ſie nach Beſchaffenheit der Umſtaͤn-de nicht wohl vorbey gehen koͤnnen.

Was die Inſuln im groſſen Meere zwiſchen Aſien und A-merica betrifft, ſo ſind die meiſten nicht mehr, als ein oder dasandremal beſucht, und faſt alle blos nach der Schiffsrechnung be-ſtimmt worden, und dieſe finden auch mit Grunde in dieſem Ca-

pitel ihren Platz.

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Meerenge zwiſchen ihrem Landeund America, daß man von beydenUfern mit einander ſprechen kan,aber hieraus wage ich es nicht, einengewiſſen Schluß zu ziehen. SeineCharte enthaͤlt eine Meerenge dieGroͤnland theilet. Sie faͤngt bey 65Grad Breite an der oͤſtlichen Kuͤſtean, ſtreichet von da nach Nordwe-ſten und endigt ſich 4 Grad weiternach Norden an der weſtlichen Kuͤ-ſte. Ehedem ſoll dieſelbe rein gewe-ſen ſeyn, aber jetzt iſt ſie beſtaͤndigmit Eis bedeckt. Siehe deſſen vor-her angefuͤhrte Beſchreibung, die1741 daͤniſch in 4. herausgekommen.D. Cranz bekraͤftiget alles dies ineiner Hiſtorie von Groͤnland, die1765 herauskam. Er fuͤhret unterandern an, daß 1764 mit Erlaubnißdes Gouverneurs Palliſer in Terre-neuve ein Herrenhuter, der die groͤn-laͤndiſche Sprache konnte, die Wil-den in Labrador beſuchte. Die er-ſten, welche er traf, waren etwa 200in Geſellſchaft. Sie fiengen au vor

§. 21.

ihm zu fliehen, aber da er rief, ſtandeiner und brachte auch die uͤbrigenzuruͤck, die ihm aufs freundlichſteentgegen kamen, und ſeine Spracheſehr gut verſtanden. Ihre Spracheſoll von der groͤnlaͤndiſchen nicht mehrunterſchieden ſeyn als die Suͤd⸗undNordgroͤnlaͤndiſche, und dieſe beydennicht ſo ſehr als ober⸗und niederſaͤch-ſiſch. Er glaubet, daß Frobiſ hersSund in Samerliarſoksfjord gewe-ſen. Daß hier nicht ein bloſſer Meer-buſen ſey, ſchlieſſet man aus der un-geheuren Menge Eis, das hier zuSommerzeit mit einem heftigenStrom ausgetrieben wird. Sonſthoͤret man auch, wie das Waſſer un-ter dem Eiſe weit ins Land hineinfortlaͤuft, und bey den Grönlaͤnderniſt eine alte Sage, daß ihre Voraͤl-tern ehedem hiedurch geſegelt haben.Er vermuthet, daß es mit Baͤrſundund Eisfjerd bey Diſco auf ſelbigeArt beſchaffen ſey.

(.) S. vorh.§. 14.(D.