Band 
I.ter Theil.
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61
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Von den wenig bekannten Laͤndern. 61

danken hat. Ing. Bellin hat davon, nach den hollaͤndiſchenAnleitungen, eine ausfuͤhrliche Charte herausgegeben, wiewolnoch nicht alle Gruͤnde derſelben bekannt gemacht ſind(A).

Naͤher gegen den Pol kennet man keine Laͤnder. Ein eng-liſcher Capitain Monſon giebt doch vor, unter 88 Grad Breitegeweſen zu ſeyn, daß er aber daſelbſt See, und zwar vom Eiſefrey, angetroffen habe; Ja wenn die Nachricht, welche Woodvon einem, Namens Joſeph Movxon, erhalten, zuverlaͤſſig iſt,ſo ſind zwey hollaͤndiſche Fahrzeuge 1650 noch einen Grad weiternach Norden geweſen(e), und ein anderer Hollaͤnder ſogar mit-ten unter dem Pol.

Man hat verſchiedene Verſuche gemacht, durch das Eis-meer einen naͤhern Weg nach Oſtindien zu finden, aber ſoviel man mit Sicherheit weiß, ſind ſie wegen der Menge Eis indieſer Gegend ſaͤmtlich“( 88 doch iſt dies Hindernißnicht alle Jahre gleich groaß. Barenz und Hemskerk giengen1596 zwiſchen Spitzbergen und Nova Zembla durch; Corne-liz Jelmerſon Kok fand 50 Meilen uͤber letztgenannte Inſulfreyes Waſſer, und Gerh. de Veer u. m. unter 80 Grad Brei-te; aber Wood konnte 1676 nicht zwiſchen Groͤnland und No-

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aber es ſoll nicht nach Gewohnheit

(d) S. eine Charte zur Hiſt. gen.de Voy. Tom. LVIII.

(c) Cap. Goulden welcher uͤber30 Reiſen nach Groͤnland gethan,berichtete Carl II. König in Engel-land, daß zwey hollaͤndiſche Fahrzeu-ge, die 1650 auf dem Walfiſchfanggeweſen, und in ſeinem Gefolge ge-kommen bis zur Breite von 80 Gradgeſegelt, und daſelbſt ein Meer ſorein wie die Bay vor Biſcaja gefun-den. Er hat 4 in den meiſten Stuͤ-cken uͤbereinſtimmende Tagebuͤchervorgewieſen. Hiſt. gen. des Voy.Tom. L.VII. S. 456.

) Man hat die hellaͤndiſche Re-gierung in Verdacht, daß ſie ein aus-fuͤhrliches Tagebuch von einer Reiſenach China durch das Eismeer habe,

in dem Admiralitaͤts Archive regi-ſtriret ſeyn, damit niemand davonNachricht erhalte. Sonſt giebt manauch vor, daß ein Portugieſe, Da-vid Welguer den 14. Maͤrz 1660mit dem Schiffe Pére éternel vonJapan gegangen, der tartariſchenKüſte gefolget und bis 84 Grad Brei-te nach Norden hinaufgegangen, dar-auf zwiſchen Spitsbergen und Groͤn-land hinunter gekommen, weſtlich umEngelland geſegelt und endlich glück-lich in Portugal angekommen. Einfranzoöſiſcher Matroſe von Havre degrace ſoll vor z0 oder 40 Jahrendas Schiff und Melguers89 geſehen haben, de Broſſe a. O.