Band 
I.ter Theil.
Seite
71
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Von den wenig bekannten Laͤndern. 271

ſiſſippi, und von da ſoll es bis zur Mitte des Miſſouris 170 Mei-len ſeyn, und dann noch 2 Tagreiſen uͤber Land nach Norden, eheman den beſagten Fluß erreicht(E). Da alſo Miſſouris gegen340 Meilen lang iſt, ſeinen Urſprung in Weſt⸗Nordweſt hat, undvon ſeiner Mitte ſieben Tagereiſen bis zu den erwaͤhnten Flußſind, der in Anſehung ſeiner Groͤſſe auch anſehnlich lang ſeynmuß, ſo muͤſte derſelbe vor der von Guilh. Delisle gezeichnetenWeſterſee voruͤber flieſſen. Nun hat zwar ſein Bruder dasſuͤdliche Ufer dieſer See einige Grade weiter nach Norden gezeich-net, aber die Schwuͤrigkeit ſcheinet doch nicht gaͤnzlich gehobenꝛu ſeyn.

Jeſo iſt bald fuͤr ein mit Japan zuſammenhaͤngendes Landangeſehen worden, bald hat man dafuͤr gehalten, daß es mitNordamerica, und bald, daß es mit der oͤſtlichen Tartareyoder Kamſchatka zuſammenhaͤnge. Bereits 1643 fieng manan, Japan mit Kamſchatka auf den Charten zu verbinden,und Strahlenberg ſetzet ſie faſt unter einerley Meridian, wel-ches Charlevoix durch einige Beobachtungen der Jeſuiten zu be-ſtaͤrken ſucht. Aber wenn dies die richtige Lage dieſer Laͤnderwaͤre, ſo muͤſte man von Kamſchatka nach Japan durch einengrade nach Suͤden gerichteten Lauf kommen, welches doch der Er-fahrung widerſpricht, und ihre Lage muß daher anders beſchaf-fen ſeyn.

Die Ruſſen gelangten 1706 bis zum ſuͤdlichen Ende vonKamſchatka, und brachten ſechs Jahre nachher verſchiedeneNachrichten von den Curilern, oder den unter ſolcher Halbinſulgelegenen Inſuln, nach Hauſe; Ja, ſie berichteten damals, daßMatsmagy, oder die naͤchſte an Japan, durch einen Sund da-von getrennet ſey, welchen der engliſche Capitain Saris bereitsgegen 100 Jahr vorher gewußt hatte. Zwey hollaͤndiſche Schif-fe, Caſtricom und Breske, wurden 1643 ausgeſchickt, die Ja-

pani-

GC) Le Page du Praz. Journ. Oec, 1751. Sept,