74 Zwote Abtheil. Drittes Cap.
ley ſeyn? Was das Land betrifft, welches auf den franzoͤſiſchenCharten, als von Tſchirikow 1741 im September geſehen, an-gezeichnet iſt, ſo war ſolches nichts anders als das Ufer, welchesBering Johannisberg nannte.
Söä
Neu⸗Guinea iſt ein groſſes Land, welches von Japan ge-gen Suͤden liegt, und gleich unter der Linie anfaͤngt. Saave-dra entdeckte es 1528, als er auf ſeiner Ruͤckreiſe von den Mo-luckern vom Ungewitter verſchlagen ward(C). Das Ufer ward1542 von Gaetan und Della Torre uͤber 100 Meilen lang ge-ſehen, und Lemaire folgte 1616 dem nordlichen Ufer von Neu-britannien, von welchem man glaubte, daß es damit zuſam-menhaͤnge, bis Dampier fand, daß es eine davon gekrenneteInſul ſey, zwiſchen welcher und Neu⸗Guinea er 700 durch-ſegelte.
Weiter nach Suͤden ſind verſchiedene Ufer entdeckt, derenZuſammenhang unter einander und mit Neuguinea noch unge-wiß iſt. Dasjenige, welches man Carpentaria nennet, ward1628 von Capitain P. Carpenter entdeckt: Arnhem 1618 vonZeachen, und hat ſeinen Namen vermuthlich von dem Geburts-ort des Erfinders erhalten. Diemensland, nach dem damali-gen General in Batavia alſo genannt; Withsland, an wel-ches G. With 1628 vom Sturm geworfen ward; und Concor-dia von T. Herzog, welcher 1616 das Schiff Eintracht an die-ſes klippichte und von Holz entbloͤßtes Ufer fuͤhrte, welches nach-mals von Pelſaart und Dampier genauer unterſucht worden.Der letztere gab damals verſchiedenen Meerbuſen und Vorgebuͤr-gen, wie auch einigen Inſuln, Namen; als Tauben⸗Inſul,Koͤnig Wilhelm, Schnecken⸗Inſul, Vorſicht, Matthias,
Sturm-(c) Awaar de Saavedra ward 1525 nannte Neu⸗Guinea die Goldinſuln;mit 3 Schiffen in einem Hafen in die Einwohner erhielten nach The-
Mexico ausgeruͤſtet, die Gewuͤrzin⸗ venots Zeugniß zuerſt den Nahmenſuln(Molucken) zu ſuchen. Er Papors.