Band 
I.ter Theil.
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Vom unebenen auf der Oberflaͤche. 101

nordlicher Breite, und glaubt, daß ſie nach Mozambique unddem Aeuſſerſten von Africa Zweige ausſchieſſen.

In America laufen die beruͤhmten Cordilleras⸗Bergenach der Richtung der weſtlichen Kuͤſte von Chili und Peru.Zunaͤchſt am Meere ſind flache Felder, 8 Meilen breit, welcheLanos genannt werden. Alsdann fangen Huͤgel und Thaͤleran mit einander abzuwechſeln, und nehmen unter dem NamenSierras zuweilen eine Breite von 15 Meilen ein. Weiter insLand hinein liegen die hoͤchſten Berge, welche Andes genanntwerden. Sie ſind ungefaͤhr ſo breit, als die Sierras, und ander weſtlichen Seite ſehr jaͤhe, aber an der oͤſtlichen Seite neigenſie ſich langſamer in weitlaͤuftige Felder, welche von den groͤßtenFluͤſſen, die man kennet, bewaͤſſert werden. Von der ſuͤdlichenSeite von Cuenze bis nordlich von Popaya iſt eine doppelteBergſtrecke, wodurch ein Thal gemacht wird, welches in Nor-den und Suͤden uͤber 70 Meilen lang und 2 bis 3 Meilen breitiſt, auch wegen ſeiner Hoͤhe ſelbſt fuͤr einen Berg gelten kann.In demſelben liegt Quito.

Auſſerdem ſind im ſuͤdlichen America verſchiedene Bergruͤ-cken, welche vermuthlich mit der eben beſchriebenen Strecke inVerbindung ſtehen. Ein Zweig unter dem Wendekreiſe wirdvon da nach Auguſtins Vorgebuͤrge gehen, und einer unter derLinie nach den kleinen Antillen. Der Hauptruͤcken gehet fortdurch Panama in der Richtung der weſtlichen Kuͤſte von Nord-america, und duͤrfte ſich innerhalb des Polarkreiſes theilen, undzur Rechten nach Groͤnland, zur Linken nach der NachbarſchaftAſiens gehen. Unterdeſſen gehet ein Zweig von dieſer Streckenach Californien laͤngs uͤber dieſe Halbinſul, und einer gehetum die groſſen Seen Guinipique, Bois, Superieur, Mi-chigan, Huron, Erie und Ontario, wovon ſich ein Theil indie ſo genannten Apalache oder blauen Berge bis zum aͤuſſer-ſten Ende von Florida ausbreitet; ein andrer Zweig gehet nachAcadien.

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