Band 
I.ter Theil.
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111
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Vom unebenen auf der Oberflaͤche. 117

bey Peking ſeyn(c). Ueberhaupt werden ſonſt die aſiatiſchenBerge fuͤr viel hoͤher, als die europaͤiſchen, angenommen, dochmuß man ſich hierin auf die uͤbertriebenen Angaben der Altennicht verlaſſen(d).

Atlas und die Mondberge in Africa haͤlt man wenigſtensſo hoch, als die aſiatiſchen, aber es iſt ungewiß, aus welchemGrunde, beſonders was den erſten Bergruͤcken betrifft(2). DerTafelberg iſt nur 3668 Fuß). Pico auf Teneriffa iſt nachvielen Meſſungen ungefaͤhr 15800 Fuß hoch(&), und daher un-ter den anſehnlichſten der alten Welt.

Von allen bekannten ſind keine hoͤher, als die americani-ſchen, beſonders zwiſchen den Wendekreiſen(h). Pichinchaiſt 15978 Fuß hoch; Charaſſon 16212; Chuſſalong 16250; undChimboraſſo, der hoͤchſte in der ganzen Welt, 21136 Fuß, dasiſt, 3136 Fuß hoͤher, als eine halbe Meile.

Alle bisher erwaͤhnte Unebenheiten, ſo groß ſie auch an ſichſelbſt ſind, bedeuten doch nichts gegen die Groͤſſe der Erde, undbenehmen der Ruͤnde der Erde nicht mehr, als ein Sandkorn ei-

nes Grans Dicke, auf einer Kugel 2 Fuß im Durchmeſſer befe-

(c) Pater Verbieſt und Grimaldihaben hier Barometer⸗Verſuche an-geſtellt.

(d) Hievon darf nur eine Probeangeführet werden. Ricciolus mey-net(Geogr. ref. L. VI.) daß es Ber-ge 512 Stadien, das iſt, zwiſchen300000 und 400000 Fuß hoch gebenkoͤnne. Nach ſeiner Zeit waͤren alſodie hoͤchſten Berge weit uͤber 370000Fuß geſunken.

(e) Shaw berichtet, daß der Atlasſehr gelehnt und mit Holz bewachſenſey, und daß die Hoͤhe, wo er gewe-ſen, nicht an 200 Fuß gegangen.Siehe ſeine Reiſe.

() Journ. Hiſt, du Voy, fait an

ſtiget,

Cap. de bonne eſperance par Mr.De la caille S. 337.

(2) Pater Feuillée fand ſie 14526;aber D. Th. Heberdeen hat durch ei-ne genauere Meſſung die Hoͤhe deſſel-ben 15810 Fuß gefunden, welchesverſchiedene neuere Meſſungen beſtaͤ-tigen, wie auch zwo die von dem eng-liſchen Conſul Croſſe angeſtellt wor-den. Phil. transact. 1752.

(9b) Die Herren Bouguer undCondamine wogen bey der Grad-meſſung in dieſem Welttheile ver-ſchiedene Berge ab. Die hoͤchſtengroͤnlaͤndiſche Berge ſollen wenigſtens1000 Faden ſeyn. S, Cranz a.St. S. 41.