124 Zwote Abtheil. Fuͤnftes Cap.
und der letzte liegt nicht allein nierenweiſe, in groſſen Stuͤckenund Platen, ſondern auch in duͤnnen Schichten und Gaͤngen(ee).1 1§. 44. 1Die Maͤchtigkeit der Schichten iſt nicht nur bey verſchie-denen, ſondern auch bey einerley Materie ſehr unterſchieden.Alte und neue Gruben, Erzgaͤnge, lothrechte Abſchnitte einesBerges u. dgl. uͤberzeugen uns von anſehnlich dicken Betten;aber oft ſind auch ſolche durch ganz duͤnne geſchieden, welche ge-gen die groſſen als Fugen angeſehen werden koͤnnen, die mit un-gleichen Arten gefuͤllet ſind().Das Trappbette auf Halle iſt an einigen Orten weit uͤber100 Fuß tief; Steinkohlenlagen, gegen 45(&); Salzfloͤtze beyWieliczka, zwiſchen 30 und 40; Alaunſchifer, einige Meilenvon Luͤttich, 25 bis 30; auſſer vielen dergleichen an andern Or-ten; aber ſowohl dieſe als andere Materien fallen an andern Or-ten in ganz geringer Tiefe. Schwarzen und weiſſen Marmorfindet man gemeiniglich in ſtaͤrkern Schichten, als den farbigten.In den Steingruben bey Paris iſt die Lage nicht mehr, als 15bis 18 Zoll dick, und obgleich der Marmor in Bourgogne an-ſehnlich maͤchtiger iſt, ſo wird doch in ſelbiger Landſchaft eine an-dere und haͤrtere Art gebrochen, die kaum einen Zoll dick iſt, wel-che daſelbſt zu Dachziegel gebraucht wird((!). Der Strahlgipslieget in duͤnnen Platten, bey Andrarum zwiſchen Alaunſchifer,in Canada zwiſchen Kalkſchifern, u. ſ. w. Zuweilen behaͤlt die-ſelbige Schicht uͤberall gleiche Maͤchtigkeit. In Frankreich ſollein ſolches Marmorbette von mehr als 5 Meilen Laͤnge geſundenwer-(ee) Von dieſem Kreitberge auf ſam eine Verbindung der dickern aus-Seeland verdienet Soͤren Abild⸗ machten. Herr Raſpe hat derglei-gaards Beſchr. vom Stevens Klint. chen in deutſchen Bergen beobachtet.Cop. 1764. geleſen zu werden. S. deſſen Buch von inſulis natan-(†) Marſigli fand in den unga⸗ tibus.riſchen Bergen und Gruben zwiſchen(g) Bertrand Dict. oryct. I. S.
den Betten duͤnnere gemeiniglich 127.thonartige Schichten, welche gleich.(b) Buͤffon a. B. T. I.