Band 
I.ter Theil.
Seite
162
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162 Zwote Abtheil. Sechstes Cap.

den geringſten Zweifel heget(k). Man findet in der Geſtalt,Groͤſſe, Streifen, u. m. oft zwiſchen der Verſteinerung und dem-jenigen, was man im Meere findet, eine ſolche Gleichheit, daßdie Art ohne Schwuͤrigkeit ausgemacht werden kann, zu welcherdie Verſteinerung gehoͤret: Man findet ſolche, welche noch dieSpur der Schloßmuſcul zeigen; ſolche, welche Perlen enthal-ten(); welche auf gleiche Art durchſtochen ſind, wie man es ander Purpurſchnecke gewahr wird, wenn ſie ſich mit ihren Zackenoͤffnet, um Fleiſch zu verzehren(in): welche dieſelbige Schwereund dieſelbe chymiſche Grundmaterien haben: welche mit Gaͤn-gen von Serpulaͤ auf eben die Art uͤberzogen ſind, als diejenigen,ſo im Meere gefangen worden; ja man bekommt zuweilen ſolche,die noch ihren vollen Glanz haben, und denen von ſelbiger Artganz gleich ſind, die an den Ufern gefunden werden. Iſt es da

moͤglich, diesmal unſicher zu ſeyn?(n) 3Es iſt wahr, man hat verſchiedene Arten in Erdſchichten ge-funden, welche im Meere noch nicht bekannt ſind; aber die An-zahl derſelben wird taͤglich geringer, je mehr man in die Tiefekommt, und je mehr Nachricht man von andern Welttheilen er-haͤlt. Man weiß nun, daß die Corallenpfennige, welche manin ſolchem Ueberfluſſe auf Gothland findet, eine verſteinerteMeduſa ſind(0); Die Anomia terebratula iſt im tiefſtenMeere

(½) Die Schwuͤrigkeit, alle beyden Verſteinerungen vorkommendeUmſtaͤnde zu erklaͤren, iſt ſo ſtark ge-weſen, daß ſich viele gegen das Zeug-niß ihrer Augen haben einbilden koͤn-nen, daß die Natur ſelbige hervor-gebracht habe, eine Gleichheit unterdem trockenen und dem Waſſer dar-zuſtellen, mit der menſchlichen Er-kaͤnntniß zu ſpielen, und aus mehrdergleichen kindiſchen Abſichten. Einungelehrter Töpfer zu Paris, Bern.

Paliſ, wagte es am Schluſſe des16ten Jahrsunderts den Gelehrtenins Geſicht zu ſagen, daß ſolche Foßi-lien Thiere geweſen, welche das Meer

da gelaſſen habe, wo ſie nun gefun-den werden. Aber die eingeriſſeneMeinung erhielte ſich nachher dochnoch gegen 100 Jahre. Zu unſernZeiten iſt kaum ein einziger, welcherweifelt, daß ſolches Seethiere gewe-228 Hr. E. Bertrand iſt ebenfallsvor nicht langer Zeit davon uͤberzeu-get geworden. Vergl. ſeine Struck.int. de la terre und Dict. Oryct.

Rajus fand ſolche in Florenz.S. deſſen Reiſe.

(m) Woodward a. B. 296. 300.

(7) Ebendaſ. 13.

(°) Hr. Arch. und Ritter von 2

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