Band 
I.ter Theil.
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Dritte Abtheil. Erſtes Cap.

den, welches zugleich Kochſalz haͤlt; das Emſer, worin man Al-cali ſindet; Bath in Engelland haͤlt Bitterſalz, Kochſalz, A-laun und Eiſen. Andere zeigen fich nicht eiſenhaltig. Das Top-litzer haͤlt faſt lauter Alcali; Carlsbad haͤlt Bitterſalz, Alcaliund alcaliſche Erde, wiewohl in ungleicher Verhaͤltniß(ſ†);Die Burſcheitſchen halten Kochſalz, Alcali und Kalkerde(*);und das Akener Bad, Schwefel, Kochſalz, Alcali, Schwefel-

ſaͤure und Kalkerde(o*).

das Waſſer kalt wird, verſchwindetder Schwefelgeruch und der elaſtiſche

Dunſt, aber durch einige Tropfen de-

ſtillirten Eßig, Spiritus ſalis dulcisoder vitrioli in jedem Glaſe, wird erziemlich wieder erweckt. Die BergeOrtonus, Anionis, Egrotorum,Bortolonus, und andere in der Ge-gend, geben verſchiedene ſowohl war-me, als kalte Geſundbrunnen. Bey8. Petri, Anionis und Helenæ Spring-quellen zeiget ſich viel Ocher. 8. He-lenæ Waſer uͤberziehet mit Selenit,aber Egrotorum und Virginis mitkalkartiger Rinde. In dem letztenherrſchen elaſtiſche Duͤnſte und Schwe-fel. S. Vandelli Tract. de thermisagri patavini.

ff) Das Carlsbad in Boͤhmeniſt von hohen waldigten Bergen um-geben. Die Hauptſpringquelle, Bru-del genannt, ſpringet mitten in derStadt durch drey Oefnungen an 3Ellen hoch, und ziehet ihr Waſſer,ſo wie die beiden andern vom Hirſch-berge, an deſſem Fuſſe ſie liegen. Vender Brudel muͤſſen die Rinnen undCanaͤle jaͤhrlich zweymahl aufgenom-men, und von einem braͤunlichenRindenſtein gereiniget werden, derzwar mit Saͤuren gaͤhret, aber beymBrande weder Kalk noch Gips giebt.Er ſoll auch keine Spur von Eiſenzeigen. Je heiſſer das Waſſer iſt,deſto dunkler und dichter werden dieRinden, welche ſich uͤbereinander ſe-

Die

tzen. Das Waſſer im Brudel haͤltaufs Pfund 1 Serupel und 6 GranBitterſalz, ein wenig uͤber 3 Granalcali fixum, 3 Gran alcaliſche Er-de, und 7 Gran Selenit. DasMuͤhlbad haͤlt 2 Scrupel 7 ½ GranBitterſalz; 9 ½ Alcali, und 5 ½ alca-liſche Erde. Neubrunn haͤlt 6 ⅛ Gr.Bitterſalz, 4 Gr. Alcali, und ⸗ Granalcaliſche Erde, nebſt ein wenig fei-nem Schwefel. Am Gewolbe undan den Rinnen ſetzet ſich das Bitter-ſalz zugleich mit Alcali, und machtdas ſo genannte Carlsbader Salzaus.

G) Die Abtey Burſcheit liegt 4bis 500 Ellen von der Stadt Aken,auf einem Thonhuͤgel, an deſſem Fuſ-ſe 1a warme Quellen ſind, von wel-chen der Kaiſer, Krebs und Noͤmerdie fuͤrnehmſten ſind. S. Wiſſenſch.Acad. Handl. 1766.

(*) Aken liegt in einem Thaleam Niederrhein, von hohen Bergenund Sandhuͤgeln umgeben. Mittenin der Stadt iſt eine warme Quelle,welche Waſſer nach der Quelle giebt,woſelbſt getrunken wird, und auſſer-dem durch einen Canal zu den hier be-findlichen Baͤdern, naͤmlich dem Kay-ſersbade, dem kleinen Bade, St. Qui-rini oder dem neuen Bade, St. Cor-nelii, dem Roſenbade, und dem Ar-menbade. S. Wiſſenſch. Acad. Handl.1766,.