Band 
I.ter Theil.
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238 Dritte Abtheil. Drittes Cap.

hier ein unterirrdiſcher Ablauf findet, welchen die allezeit gleicheund nicht zunehmende Salzigkeit zu beſtaͤtigen ſcheinet.Das todte Meer kann auch hieher gerechnet werden, dennobgleich der Jordan, wenn er durch den Tiberiſchen See ge-gangen, und ſich in das kodte Meer geſtuͤrzet hat, an der oͤſtli-chen Seite wieder auslaufen ſoll, ſo wird er nicht weit davon dochvon der Erde verſchlungen. Dieſer Fluß giebt taͤglich uͤber 2088Millionen Cubicfuß(). Die Laͤnge dieſes Sees iſt ungefaͤhr12 Meilen und die Breite drey. Er nimmt viele Fluͤſſe auf. DieUfer ſind mit loſen Kalkſtein umgeben, und uͤbrigens thonartig,loͤchericht und voll Salz(7). Die Araber holen da jaͤhrlich Ju-denpev. Man findet daſelbſt auch loſe, ſchwammigte und ſchwe-felhaltige Steine, und uͤberall eben dieſelben Bergarten, als beyTiberiadsbad. Weiter hinein treiben keine Gewaͤchſe, aberSchnecken werden doch an die Ufer geworfen; man duͤrfte alſoauch hier wohl Fiſche finden, ob die Araber gleich ſolcheslaͤugnen.

Das Waſſer ſelbſt iſt mit Salz geſaͤttiget, und ganz bitter,welches von dem Kalk in der Gegend entſtehen duͤrfte C). Eshat einen zuſammenziehenden und Alaungleichen Geſchmack. MitGallapfel wird es purpurfarbig, und mit Oleum Tartari p. d.gleichſam ſchlammigt(§). Seine Schwere verhaͤlt ſich gegengemeines Waſſer, wie 5 zu 4; Aus dieſem See ſteigen zuweilengroſſe Saͤulen von Dampf auf. Die Materie des Judenpechsſoll, ſo bald ſie vom Boden auf die Oberflaͤche kommt, am Landemit groſſem Gepraſſel zerbrechen(). Sollten wohl von ſolcher

Urſache

9) Dr. Sbaw ſetzet ſeinen taͤgli⸗(D) Dapder berichtet, daß die Ein-

chen 1 auf 5 nn. wohner Salz vom Strande holen.0000 Tonnen. Er giebt ſeine Brei⸗ 1 8

58 zu 30 Ruthen, ſeine Tiefe zu 3, 82 E“ Be

und ſeine Geſchwindigkeit zu engli⸗ giebt den bitterſten Geſchmack.

ſchen Meilen in der Stunde an.(5) Perry Phil. trans. 462.Voy. T. I. S. 71.(t) Shaw a. St.

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