Vom Weltmeere. 257
es, wie 32 zu 29, angegeben(¶. Das Waſſer muß auch in derTiefe dichter und ſchwerer werden, weil das Waſſer ſich zuſam-mendruͤcken laͤſſet, ja 8 einer Tiefe von 1800 Faden von ſeiner ei-genen Schwere um 1s½ zuſammen gezwungen iſt(r).
Nach alle dieſem iſt es nicht zu verwundern, daß die Schwe-re des Meerwaſſers ſo ungleich gefunden wird, ob es gleich ge-meiniglich gegen Regenwaſſer, wie 1030 zu 1000, angegebenwird(§).
Die Bitterkeit ſoll auch ſtaͤrker in der diefe gefunden wer-den(k).
Woher das Meerwaſſer ſeine Salzigkeit bekommt, wird nochnicht vollkommen beantwortet werden koͤnnen. Wenn es mitdem Flußwaſſer nach der Hand dahin geſammlet wuͤrde(u), ſomuͤſte die Salzigkeit des Meerwaſſers zunehmen, indem das ſuͤſ-ſe Waſſer nur in Duͤnſten weggehet, aber ſolche Vermehrungſtreitet mit der Erfahrung. Daß es von Salzbergen auf demGrunde herruͤhre, welche nach und nach aufgeloͤſet werden(X),koͤnnte wahrſcheinlich ſeyn„wenn das Meerwaſſer mit Salz ge-ſaͤttiget waͤre; aber nach einem Verſuche koͤnnen 48 Loth davon
noch
niedriger ſey, als es ſtehen werde,wenn ſich das Waſſer nicht zuſam-mendruͤcken lieſſe. Vergl.§. 107.(p).
—) Marſigli a. St. Hales In-808 pour les Mariniers. HerrBuͤffon ſagt, daß es durch die Er-
fahrung ausgemacht ſey, daß die Sal-zigkeit in der Tiefe nicht ſtaͤrker ſey,aber er fuͤhret nicht an, von wem.(r) Herr Canton hat mit deutli-chen Verſuchen bewieſen, daß dasMeerwaſſer ſich durch denoder 33 Fuß Meerwaſſer um Sbasſeines vorher eingenommenen Raumszuſammendruͤcken laſſe. Wenn esbey gröſſerem Zuſammendruck ebendem Geſetze folgt, ſo findet mandurch Summirung einer arithmeti-ſchen Progreßion, daß ein Meer von1800 Faden Tiefe wuͤrklich 70 Fuß
Bergm. Phyſ. Weltbeſchr.
() Muſchenbroek Einleitung zurNaturkunde.
(†) Marſigli.
(z) Haltes iſt dieſer Meinun 15—thut den Vorſchlag, durch Erfor-ſchung des Gehalts der Fluͤſſe undVergleichung mit der gegenwaͤrtigenSalzigkeit des Meeres das Alter derWelt zu erforſchen. Phil. trans. n.
344.
(x) Die meiſten Naturforſcher neh-men dieſe Erklaͤrung an, als von denNeuern, die Herren Bucfon, Lulof.Nollet, u. m. 8
Kk