Band 
I.ter Theil.
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300 Vierte Abtheil. Zweites Cap.

mel fleckweiſe bewoͤlkt iſt, ſo ſcheinen die Wolken in verſchiedenenStrecken zu ſtehen, deren Enden gegen zwo entgegengeſetzte Stel-len des Horizonts gerichtet ſind( p). Der Wind ſetzet die Wol-ken gemeiniglich in einer parallelen Lage gegen einander und ge-gen die Erdoberflaͤche, wo das Auge nach den Geſetzen der Per-ſpectiv ſie zuſammenlaufend ſehen muß.

Gemeiniglich wird es wolkigt, wenn der Barometer faͤllt,und umgekehrt. Dieſe Regel iſt doch nicht ohne Ausnahmen;denn man findet zuweilen, daß der Himmel mit Wolken uͤberzo-gen wird, wenn das Queckſilber gleich 26 Zoll hoch ſtehet, undman hat klares Wetter, wenn die Hoͤhe 242½ Zoll iſt.

§. 115.

Wenn ſich die Duͤnſte in den Wolken zu Tropfen ſammlen,ſo faͤllt nach den Umſtaͤnden ein ſtaͤrkerer oder ſchwaͤcherer Regen.Wenn ſie unten anfangen zuſammen zu flieſſen, ſo ſind die Tro-pfen klein, und dann heiſſet er Staubregen, aber wenn der Zu-ſammenfluß oben anfaͤngt, muß die Groͤſſe unter dem Falle mehroder weniger zunehmen, nachdem die Sammlung der Duͤnſtedicht und zugleich tief iſt. Die Dichtigkeit der Luft thut dabeyauch vieles, denn wenn der Tropfen einen gewiſſen Widerſtandfindet, ſo wird er ſich zu theilen geßwungen. Des Sommers ſte-het der Barometer gemeiniglich niedriger, aber die Wolken hoͤ-her, als des Winters, und hiernach iſt auch die Groͤſſe der Re-gentropfen, wenn alles andere gleich iſt, veraͤnderlich. In Eu-ropa iſt der Durchmeſſer der Tropfen ſelten groͤſſer, als einigeLinien, aber naͤher an der Linie ſoll er zuweilen einen ganzen Zollgleich ſeyn, ja zuweilen gieſſet es gleichſam nieder, welches dennein Wolkenbruch genannt wird.

Die

niſche Meilen weit von der Erde ge⸗ bis 400 Faden uͤber den Chimborazofunden, welches mit Bouguers An-merkung uͤbereinkommt, der ſie 300

gefunden. 8 1(p) Die Franzoſen nennen diesPied de vent.