Band 
I.ter Theil.
Seite
335
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Von Luftfeuern. 335

ſchnitt, die rauchende Materie, welche ſich zuweilen zeiget, u.m. zeugen von fallenden Theilen, welche nicht gleich angezuͤndetwerden. Die Crone ſelbſt iſt eine optiſche Wuͤrkung, welcheeben daher entſtehet. Ich habe Bogen geſehen, die ſich allge-mach erhoͤhet haben, und nachdem ſie gegen das Zenith gekom-men, ſich an einer gewiſſen Stelle in eine Crone geoͤfnet haben,welche verſchwunden iſt, wenn ſich dieſelben weiter fort beweget.Man kann ſolches natuͤrlich durch den Weg der fallenden Theil-chen erklaͤren, denn es ſeyn AB, CD,(Fig. 30) fallendeTheilchen, ſo ſiehet das Auge in O dieſe Materie nach der Rich-tung CD am duͤnnſten, daher es auch daſelbſt eine Crone vor-ſtellet. Man findet aus gleichem Grunde, warum in dem Seg-ment dieſe Materie unangezuͤndet in Paris geſehen werden kannund nicht in Groͤnland, weil naͤmlich die Schichte 2D(Fig. 31)weiter vom Pole ſchiefer geſehen wird.

Wenn die Theile in Brand kommen, werden ſie vermuth-lich durchſichtig und brechen das Licht in Farben. Leuchtungen,Strahlenwerfungen, das Flattern uͤber den ganzen Himmel u.m. kann theils durch Entzuͤndung der Materie entſtehen, nachden Strecken darin es gefunden wird, theils durch Zuruͤckwer-fung des Lichts von noch nicht entzuͤndeter Materie.

Die Hoͤhe des Zodiacallichts iſt veraͤnderlich, und daher kanndas Wiederkommen des Nordlichts leicht erklaͤret werden. Mankann ſich ohne Schwuͤrigkeit vorſtellen, daß ſolche gegen die Erdefallende Materie den Wirbel der magnetiſchen Materie um un-ſern Planeten veraͤndern koͤnne, und dadurch die Verwirrungender Magnetnadel verurſachen. Mit einem Worte, ich kennebey dem Nordlicht keinen einzigen Umſtand, der aus dieſemGrunde nicht begreiflich entwickelt werden koͤnnte.

Wer ſich die Veraͤnderungen des Nordlichts bekannt ge-macht hat, der findet einigermaſſen, was die Alten mit bren-nenden Himmel, Balken, Lampen, Fackeln, Spieſſe,

brennende Streifen, huͤpfende Zisgen, Feuerſchluͤnde,Feuer-