Von zufaͤlligen Veraͤnderungen. 381
ſind(e). Auf der ganzen Apenniniſchen Bergſtrecke findetman eine Lave, es ſind daher vor dieſem daſelbſt Vulcane gewe-ſen I). 1en
Der Veſuv lieget nahe bey Neapel. Er iſt abgeſondertund haͤnget nicht mit den Apenniniſchen Bergen zuſammen.Die oͤſtliche oder gegen das Meer liegende Seite iſt ſehr frucht-bar(§), aber auf der fuͤdlichen oder weſtlichen Seite ſiehet manlauter Aſche und verbrannte Steine. Er iſt nun in zwey Stuͤckegetheilet. Der nordliche Gipfel, oder der eigentliche Veſuv,iſt uͤber Z800 Fuß hoch, aber der andere Theil, Monte di Som-ma genannt, iſt 285 Fuß niedriger. Der Umkreis des Fuſſesiſt ohngefaͤhr 5 bis 6 Meilen. Die Oefnung auf dem nordlichenGipfel iſt rund, trichterfoͤrmig, ihr groͤßter Durchmeſſer iſt 1855Fuß, und an der oͤſtlichen Seite ſo ein wenig abhaͤngig, daß manin die Grube hinab gehen kann. Vor dem Jahre 1732 rauchteer nur aus einem Loche, aber jetzt aus 5 bis 6. Sein Ausbruchfaͤngt mit einem ſchrecklichen Getoͤſe und Erſchuͤtterung der Ge-gend an. Aſche, Erde und Steine werden gegen die Wolkengeworfen, worauf Stroͤme von geſchmolzenen Mineralien,(Lave)und endlich eine groſſe Menge Waſſer herausflieſſen(h). DieLave wird ſteinhart, wenn ſie kalt geworden. Die reineſte laͤſſetſich poliren, gleichet ſchwarzem Marmor mit weiſſen Puncten,iſt ſchwer und vermuthlich eiſenhaltig. Die groͤbſte iſt uneben,und gleichet den Eiſenſchlacken. Die gewoͤhnliche iſt eine Mittel-ſorte, man findet ſie an der Gaͤhe des Berges und auf dem naͤch-ſten Felde in groſſen Maaſſen. Die Lave ſindet man vom Ve-ſuv an bis Rom, welches damit gepflaſtert iſt. Der AppiſcheWeg und mehr andere ſind davon verfertiget. Das inwendigedes Berges Fraſcati, die Reihen Huͤgel von da bis der Grotte
. Bbb 3
8 Fer-(2) Herr Guettard Memoires(29 Beſonders bekannt von demde PAcad. à Paris 1752. Vino Greco, Mäla téſta, Lacrymæ
12. 2 0C 12 1 Chbriſti, die von hier gewachſenen(† Herr ds a Condamune Mem. Trauben bereitet werden.
de LAc. 8 F 1737. 060L9) Hamb. Magszin VIII. B.