Band 
I.ter Theil.
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393
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Von zufaͤlligen Veraͤnderungen. 393

in Bohuslehn, ſo wie Pſalmodi und Magdelone() mit demfeſten Lande.

Der groͤßte Theil von Vignoble d'Agde, ſtand vor 60 Jah-ren unter Waſſer(/). Zwiſchen Rochelle und Lucon iſt eingroſſes Stuͤck Land entbloͤſſet(2). Bey Tanum, Fiaͤlbaka,in Leckſand, bey Bjoͤrkd und Waſa maͤhet man jaͤhrlich daGras, wo man im vorigen Jahrhundert fiſchete.

Anker, Ringe, Schiffswrack ſind auf Bergen, in Suͤm-pfen und anderwaͤrts, weit vom Meere gefunden worden, als aufdem Skuteberg bey Stroͤmſtadt; dem Berge Stella in Por-tugall; dem Pyhejoki⸗ Berg in Sſterbotnien; in einer Gru-be auf den Alpen; in einem Moraſte oberhalb Waſa; bey Fjaͤl-baka, Salſtadt, auf Gothland, bey Chattam(%%, in Pa-dua(a) und mehr Orten. Alles dieſes beweiſet unwiderſprech-lich, daß nun da vieler Orten feſtes Land iſt, wo vorher der Mee-resboden geweſen, aber man findet auch umgekehrt, daß an an-dern Stellen das Meer Eroberungen gemacht habe. Die StadtDonewich in der Grafſchaft Suffolk iſt mit dem angraͤnzendenLande mehrentheils vom Waſſer verſchlungen(5). KatwiksThurm ſtehet nun an der See, von welcher er vor dieſem weitentfernet geweſen, und ſeit 1719 hat das Waſſer uͤber 100 Fadengewonnen, und zwo Gaſſen untergraben, die verſunken ſind.Das weſtliche Vorgebuͤrge von Cadzand hat von 1703 bis 1746uͤber 1000 Faden von ſeinen Duͤnen verlohren(5). Die InſulOkney war ehedem fuͤr den Fluß Rother in Gefahr, aber in-nerhalb 60 Jahren gewann ſie anſehnlich Land, welches ihr dieEbbe und Fluth zubrachte, zugleich iſt doch der Canal ſo tief ge-worden, daß nun da Schiffe gehen koͤnnen, wo man vorher wa-den konnte. Der Haven Vineta in Pommern iſt vom Waß-ſer zerſtoͤhret. Eben ſo auch die alte Stadt Calicut, mit einer

Veſtungꝙ) Buͤffon. 1“(2) Herr Reaumur Mem, de PAc.(a) Leibnitz Protogæa.a Paris 1720. Bü‿ffon.(6) Luloſ.

Bergm. Phyſ. Weltbeſchr. Ddd