Band 
I.ter Theil.
Seite
425
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Meinungen von Entſtehung der Erde. 425§. 166.

Der weitberuͤhmte Herr Buͤffon leget durch viele Gruͤndezu Tage, daß das gegenwaͤrtige trockene eine gewiſſe zureichlicheZeit Meeresgrund geweſen. Er behauptet indeſſen keine Ab-nahme, ſondern nur eine Verruͤckung des Waſſers. Das Meerhat eine beſtaͤndige Fahrt nach Oſten, wodurch die oͤſtlichen Kuͤ-ſten nach der Hand weggefreſſen, und dagegen die weſtlichen ent-bloͤſſe werden. Ebbe und Fluth fuͤhret die losgeriebene Mate-rie mit ſich fort nach dem ungleichen Zugang in unterſchiedlicherMenge und Beſchaffenheit. Dieſe ſinket zu Boden, wenn einegehoͤrige Stille erhalten wird, und macht parallele, waagrechteoder haͤngende Schichten, alles nach Beſchaffenheit des Bodens,worauf ſie ſich ſetzet. Eine Menge Schnecken wird inzwiſchenin dieſen Betten begraben, und leere Schaalen von eben der ei-genthuͤmlichen Schwere, als die mitgefuͤhrte Materie, werdenzugleich dahin geruͤcket und eingepackt. Wenn ſolche Baͤnke ei-nige Hoͤhe erreicht haben, widerſtehen ſie der Bewegung desWaſſers, aber dies machet ſich nach und nach verſchiedene Oef-nungen, worin alle Kruͤmmungen uͤbereinſtimmende Winkel er-halten muͤſſen. So iſt der Urſprung der Meerſtroͤme beſchaffen.Mit der Zeit wird die gedachte Bank hart, und wenn das Waſ-ſer in groſſe unterirrdiſche Hoͤlen niederſtuͤrzet, wird dieſer Bergblos. Unter der Linie ſind die Abwechſelungen des Meeres amgroͤßten, daher findet man auch zwiſchen den Wendekreiſen diehoͤchſten Berge. So ſind, beſonders in den erſten Jahrhunder-ten, die Berge entſtanden, da die Coͤrper durch die Wuͤrkung derSchwere und anderer Kraͤfte die gegenwaͤrtige Feſtigkeit nochnicht erreicht hatten. Aber er gehet noch weiter zuruͤck.

Alle um unſere Sonne liegende Planeten gehen von Weſtennach Oſten, und der groͤßte Winkel, den ihre Bahnen mit ein-

anderſen, in dem Syſtem, in amoen. und andern Werken dieſe Materie weiterausgefuͤhret.

Bergm. Phyſ. Weltbeſchr. Hhh