Band 
I.ter Theil.
Seite
427
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Meinungen von Entſtehung der Erde. 427

ſte Theil des Glaskerns zerbrach, und broͤckelte gleich zu Sand,welcher, zuſammengewachſen, Sandſtein, Kiesfelsſtein undGraufelsſtein darſtellet. Zerſtaͤubet der Sand zu ſo feinen Thei-len, daß ihre Oberflaͤche nicht merklich Licht zuruͤck zu werfen ver-mag, ſo wird daraus eine fette Erde oder Thon. Glimmer iſtder erſte Zerſtoͤhrungsgrad. Quarz wird zu Talk aufgeloͤſet.Kalkarten haben ihren Urſprung von zermalmeten Schnecken,u. ſ. w.(t).

§. 167.

Dies ſind die hauptſaͤchlichſten Meinungen von Entſtehungder Erde. Sie koͤnnen uͤberhaupt zu zwo Claſſen gebracht wer-den, nachdem entweder Feuer oder Waſſer fuͤr die Hauptſachebey der gegenwaͤrtigen Beſchaffenheit ihrer Oberflaͤche angeſehenwird. Es ſind aus den angefuͤhrten noch viele andere zuſammen-geflickt, aber es duͤrfte unnoͤthig ſeyn, ſie aufzurechnen. Ich willnur zum Schluſſe etwas von dem Inwendigen der Erde erwaͤh-nen. Wir koͤnnen nicht weit in dieſelbe hinabdringen, daher be-ruhet alles, was von der innern Beſchaffenheit der Erde vorge-geben wird, auf bloſſen Muthmaſſungen. Einige glauben umden Mittelpunct Feuer, andere einen gluͤenden Kern, andereWaſſer. Einige behaupten, nach Anleitung des Verhaltens derMagnetnadel, der Veraͤnderung ihrer Abweichung, u. m. daß einloſer umrollender Magnetkern darin ſey(1n). Ja einige beſte-hen darauf, daß die Erde inwendig leer ſey. Aber dann, ſchei-net es, muͤßte die Anziehung groſſer Berge merklicher ſeyn, alsſie jetzt verſpuͤret wird.

(t) Siehe deſſen Hiſt. Nat. hat in den Berliniſchen Memoire-Tom. I. eine bedeutende Uebereinſtimmung

(u) Dr. Halley iſt, der Erſinder zwiſchen dieſem Satze und der Ab-von dieſen Gedanken. Herr Euler weichung des Magneten gezeiget.

Hhh 2 Sechste