Band 
I.ter Theil.
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481
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Von Fortpflanzung der Thiere. 481

fenheit bey denen, die lebendig gebaͤhren, und denen die Eyer le-gen, gleich iſt, ſo ſcheinet, daß das ganze Junge im kleinen imEy gefunden werde, ehe die Befruchtung geſchiehet. In einemHuͤnerey iſt die innere Haut des Gelben eine Fortſetzung von deminnern Haͤutlein der inwendigen Theile im Kuͤchlein, welches biszum Munde gehet, der damit bekleidet wird. Die aͤuſſere Hautdes Gelben macht das aͤuſſere der inwendigen Theile aus, undgehet bis zum Gekroͤſe und Bauchſack(peritongum). Vonder Huͤlle des Gelben(involucrum), iſt die Haut des Kuͤch-lein ein Theil(4). Da nun das Gelbe mit ſeinen Haͤutlein auchin unbefruchteten Eyern gefunden wird, ſo ſcheinet es, daß dieMaterie des Jungen ſchon in demſelben ſey. Sollte denn derSaame dieſelbe wohl nur erwecken und ihr das Vermoͤgen bey-bringen, lebendig zu werden, und zu wachſen, wenn gehoͤrigeWaͤrme hinzukoͤmmt? Aber was iſt denn die Urſache, daß dieJungen oft dem Vater mehr, als der Mutter gleichen? Wennein Hengſt mit einer Eſelin gepaart wird, ſo wird das Junge einMauleſel, der ſeinem aͤuſſerlichen Anſehen, Ohren, Maͤhne

(juba)gehoͤrige Gegenwirkung leiſten. Diesgeſchiehet durch ihre Vermiſchung,Wenn denn die Geſchlechtstheile ei-

nes derſelben befeſtiget worden, ſtel-len ſich die uͤbrigen Theilchen daher-

ſer Haufe unterhaͤlt den Coͤrper, dieuͤberfluͤßigen werden zu den Saa-Wergefiſſee gefuͤhret, doch ſind ſieFiccfän vorher an der Stelle ge-ildet, von welcher ſie kommen.

Dieſe wachſen zur Brut zuſammen,wenn der Maͤnnliche und WeiblicheSaamen in die Mutter kommen.In einer ſolchen Miſchung findetman organiſche Theile vom ganzenCörper. Nun ſind bey dem Maͤnn-chen und Weibchen gleiche Theile,auſſer demjenigen, welche das Ge-ſchlecht unterſcheiden, alſo findet manbey dem erſtern alle noͤthige Mate-rie zu einem Maͤnnchen, und bey demletztern zu einem Weibchen, aberihre Wuͤrkſamkeit höͤret nicht eheauf, bis ungleiche Theilchen eine

Bergm. Phyſ. Weltbeſchr.

um, nach der Ordnung der Stellen,die ſie bey der Bildung gehabt ha-ben; ſo ſind ungefaͤhr Herr BuͤffonsGedanken von der Empfaͤngniß, wel-che ob ſie gleich auſſer dem Zuſam-menhange wunderlich ausſehen möͤ-gen, durch des Erfinders Witz, Ein-ſicht und Erfahrung ein Anſehen ge-winnen, das leicht betruͤgt. Mankann zum Verſuch leſen Tom. II. ſei-ner Hiſt. nat. in 4.

() Herr von Haller Mem. ſur laformation du coeur dans le pou-let. S. 186.

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