Kirschsteme. 269
einlegen mag *), überläßt man dieselbender freyen Natur , d. h. man beküm-mert sich bis zum Oktober weiter nichtum die Steine, ausgenommen, daß man,wenn der Sommer gar zu viel Hihe undwenig Regen haben sollte, die Erde in derGrube dann und wann mit der Gießkanneübersprengen kann, denn je weniger diese Erdeaustroknec, desto gewisser und früher werdendie Steine im folgenden Frühlinge aufgehen.Kommt nun gedachter Oktober (oder, wennman ja nicht im Herbste dazu kommen könnte,der Anfang Merzes) herbey, dann nimmtman die gesamte Mischung von Steinen- undSanderde aus der Grube, und wirst sie ohn-
ver-
*) Das brauche ich nicht erst zu erinnern, daß der,welcher seiner ins Große gehenden Baumschulewegen gewaltig viel Steine sammeln muß,gedachte Grube tiefer, langer und breiter einge-richtet, oder mehr als Eine Grube angelegthaben muß; das ist aber nöthiger zu erinnern,daß man immer lieber zu viel, als zu wenigSteine sammeln, und nachmals auch in dieErde legen muß, denn d'a man es den Skeineirnicht so, wie den Kernen, gleich auf der Stelleansehe» kaun, ob sie vollkommen sind, oder nicht,so muß man ihrer desto mehr einlegen, damit,wen» viele taub gewesen seyn, folglich zurükble«bcn sollten, doch »och immer eine satrsame An-zahl (deren Uebermaas ja allemal durchs derein-stige Ausjäten leichtlich abgewendet werde»kann) gesunder Steine hervorkeimt.