Feigen reif zu bekommen. 297
über, wo vormals die Blüthe sich, stehendesvertieftes Knöpfgen jeder Baumfrucht ist)einige Tropfen Baumöl thut, indem man erstmit irgend einem spitzen Holzgen in gedachteFruchtstelle einsticht, (welcher Stich so ebenI durch die Oberfläche der Frucht hindurch, undetwas aufs innere Fleisch eindringen muß)
! das Hölzgen sodann wieder herauszieht, und§ in die Oefnung, welche leztereS der Frucht! machte, einen Tropfen Baumöl, (dessen Hinzu-trauftlung vermuthlich den nachmaligen mög-lichen Ausfluß der Safte aus der gestochenenFrucht verhindern soll) fallen laßt. Feigen,
! welche man so behandelt hat/ nehmen nichtallein an Größe zu, sondern werden auch nochdesto gewisser und früher reif. Der Grundist, beucht mir, darinnen zu suchen, daß durchden gemachten Einstich der vorherige Zusam-! Menhang der Saftgefäße in der Frucht ge-trennt wird, daß diese Trennung den vorheri-gen Zufluß der Safte verstärkt, (indem dieSafte sich immer Vorzugsweise häufig nachverwundeten Stellen des Pflanzcncörpersziehen) und daß, indem solch eine Frucht, vondem Augenblicke des Einstichs an, weit mehrSaft herbeygezogen bekommt, als vorher, sie^>uch natürlicherweise geschwinder an das Ende^er Ausbildung (d. h. an die Reifung derKerrie und dann des Fleisches) gelangen kann.
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