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George Wilh. Constantins von Wilcke monatliche Anleitung zur Beförderung einer ergiebigen Erziehung des Obstes : ein Buch für Landleute und Gärtner
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307
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Oculiren. 307

groß, erhaben und vollkommen seyn, deshal»ben nimmt man die Reiser am liebsten von -der nach Mittag zugerichteten Seite einesBaumes, weil sie auf dieser Seite die meisteSonne, folglich auch die größte Vollkommen-heit und beste Reife haben. Wenn man dieAugen dieser Reiser bey der Operation desOculirens selbst aushebt, so wählt man gemei-niglich die untersten des Reises; bey denPftrschreisern aber thut man besser , sich der! weiter hinauf nach der Spitze zu sitzendenAugen zu bedienen, weil sie vollkommener undausgebildeter, folglich besser auszuheben sind,auch glücklicher einwachsen, als die tiefer sitzen»den. Hat man die edlen Obstarten, von wel,chen man seine Wildlinge beäugeln will, in> der Nahe seiner Baumschule, so schneide man, die Oculirreiser nicht eher ab, als in der

j Stunde, in welcher man oculiren will; soll

Man sie aber von entfernten Orten her erhal-ten, so bestelle man, daß sie mit ihren unter»sten, dicksten Enden in einen angebohrtenApfel oder Gurke gesteckt, an der Hälfte einesjedweden Blattes gekürzt, und oberhalb überand über bis an ihre Spitze mit feuchtemMooße umwunden, sodann aber in einerSchachtel oder sonstigen, schattigen Verwah»rung fortgesendet werden. Sobald man sieempfängt, stellt man sie, nachdem man sieaus dem Mooße und aus der saftigen FruchtU s her»