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Buch III. Kap. 2. §. 32.
Apollon Klarios gewesen, nicht allein wegen des 'Widerspruchsunter diesen beiderlei Nachrichten, sondern auch weil letztere, wieSchneider 1 ) gezeigt, sehr leicht aus einer falschen Lesart beiNikandros selbst entsprungen sein kann, wodurch die Worte sei-ner Alexipharmaka: „Sitzend am Klarischen Dreifuss des Apollon,“die sich auf die Söhne der Ivreusa beziehen, Bezug auf ihn selbstbekommen.
Ueber seine Zeit besitzen wir von seinem ungenannten Bio-graphen, von Suidas, und von zwei Biographen des Dichter Ara-tos , vier verschiedene indirecte Angaben, die schwer zu vereinigensind, und zum Theil mit sicli selbst im Widerspruch stehen.Schneider 2 ), Clinton 3 ) und Ritschl 4 ) versuchten daraus festereBestimmungen abzuleiten, und kamen zu verschiedenen Resultaten.Am glaubwürdigsten scheinen folgende Angaben: seine Geburtfalle in die Regierungszeit Ptolemäos V. und Attalos I. , und einsseiner Gedichte habe er Attalos III. zugeeignet. Da nun Ptole-mäos Epiphanes (regierte 204—181 v. Chr.) und Attalos I. (re-gierte 241-197) nur sieben Jahre lang von 204 bis 197 zugleichregierten, so scheint in diese Zeit des Nikandros Geburt zu fallen.Attalos III. regierte von 138 bis 133; in diese Zeit fällt daherwahrscheinlich seine spätere Blüthe und vielleicht auch sein Tod.
Kolophon stand unter pergamenischer Botmässigkeit. Hierausund aus der Dedication eines Gedichts an Attalos folgert AVegc-ner 5 ) etwas rasch, er scheine meist am pergamenischen Hofe ge-lebt zu haben. Ob er jemals in Alexandrien war, ist völlig un-bekannt, wiewohl Neuere ihn nicht selten für einen Alexandrinerausgaben, und ein Grammatiker des zwölften Jahrhunderts, IsaakTzetzes, ihn zu dem sogenannten Siebengestirn alexandrinischerDichter zählt, dem fast jeder, der davon spricht, andere Namen
1) Nicandri alexipharrn., edit. Schneider, pag. 8'S,
2) Ejusdem theriaca edid. Schneider praefat. pag. XII.
3) Clinton fasti Hellenici, front the CXXJ\ Olympiad to the death ofAugustua. Oxford, 1830, 4. ad annum 182.
i) Hitachi, die alexandrinischen Bibliotheken unter den ersten Ptolemäern, S. 87.
ä) Wegenerde aula Attalica I, pag. 160 et 167 sqq.