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Erster Band.
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Buch IV. Kap. 1. §. 53.

Beschrieben fanden wir bei Cato einige Abarten des Kohls,bei Varro nicht eine einzige Pflanze; Virgilius beschrieb wenig-stens Eine so, dass sich unser Aster Amellus darin erkennenlässt. Ich gebe die Stelle 1 ) nach Voss:

„Ferner blüht auf Wiesen ein Kraut, dess Namen AmellusNannte der Ackermann, dem suchenden leicht zu erspähen.

Denn ein mächtiger Wald entsteigt der zasrigen Wurzel,

(iold ist die Scheibe der Blum’, allein auf den häufigen BlätternRingsum glänzt der dunklen Viol’ anmuthiger Purpur.

Oftmals schmückt sie zu Ketten gereiht die Altäre der Götter.

Scharf ist im Mund’ ihr Geschmack. Ks pllückt in geschoreren ThälcrnSolche der Hirt, und längs dem gewundenen Strome des Mella.“

Indess fehlt es auch bei andern Pflanzen nicht an einzelnenmalerisch treffenden Bezeichnungen, wie z. B. bei der Beschreibung

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eines ergiebigen Gemüsegartens in den Worten :

— „Tortusque per herbamCresceret in ventrem cucumis“ — 2 ),welche Retzius , Sprengel und F^ e noch auf die Gurke bezogen,worin aber Voss, ungeblendet durch den Namen, mit vollem Rechtdie Melone erkannte. Auch schweift der freie Blick des Dichterswohl einmal über Italiens Grenzen hinaus und singt, was er überwunderbare Pflanzen von des Alexandros Begleitern auf demindischen Feldzuge vernommen hatte 3 ).

,;Schaue den Kreis auch der Erde, gezähmt von den äussersten Ptlanzern,Oestliche Hütten der Araber dort, hier bunte Geloner.

Abgetheilt ist den Bäumen ihr Land: nur in India dunkeltEbenholz, nur Saba gebiert den Sprössling des Weihrauchs.

Was verkünd’ ich annoch wohlriechendes Holzes entquollenBalsame? was dir die Beeren des immergrünen Akanthus?

Aethiopia’s Haine, mit weicher Wolle beschimmert?

Und wie das zarte Gespinnst von dem Laub abkämme der Serer?

Oder was India sonst, dem Oceanus nahe, für WaldungTrägt, die äusserste Bucht? wo über die luftigen WipfelNimmer ein Pfeil von der Sonne hinaufzustreben vermochte;

1) Virgil, georyie. TV, vers. 271 sqq.

2) Ibidem vers. 121.

3) Ibidem II, vers. 114 sqq.